Post Mortem (USA) "The Call From The Sea" CD
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Weitere Infos zu Post Mortem: |
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Überraschung 1: Es handelt sich nicht um die Berliner DEATH METAL-
Formation POST MORTEM, sondern um eine Gruppe aus Estland.
Überraschung 2: Die Scheibe ist saugut !
Dass Intro (Meeresrauschen, episches Orchester, Synthesizer-Töne etc.)
mündet nach ca. 3 ½ Minuten in das erste Stück, 'Midnight Execution'.
Trademarks von POST MORTEM sind der recht charakteristische Gesang
von Sergei Shepolov, die recht kompliziert aufgebauten Songstrukturen,
die sich aber schnell erschließen und einprägsame Mörderriffs, die sich
auch bei einer Thrash-Combo ganz gut machen würden. Schöne melodi-
sche Leads und Gitarrensoli runden das Ganze harmonisch ab, so daß
POST MORTEM für meinen Geschmack durchaus so etwas wie Wiederer-
kennungswert haben und sich somit aus der Masse herausheben.
Der Sound stimmt ebenfalls - in welchem Studio und mit wem produziert
wurde, konnte ich leider nicht in Erfahrung bringen, genausowenig wie
Näheres über die Band selbst oder ihr Label 'More Hate Productions'.
'No Peace' fällt auf den ersten Blick etwas ab, hat es dann nach dreima-
ligem Hören aber in sich.
'Bitter Tears' beginnt sehr ruhig - Akustikgitarre mit atmosphärische Key-
boardklängen, steigert sich dann aber über einen dramatischen Mittelteil
zu einem regelrechten Epos. Dieses Stück ist eine richtige kleine Hymne
geworden und würde jeder Power Metal-Truppe, sieht man einmal vom
Gesang ab, zur Ehre gereichen !
Die etwa zweiminütige Überleitung zu 'Raise Your Sword' ist ein gefühl-
volles Wikinger-Stück geworden - Abwechslung wird bei POST MORTEM
großgeschrieben !
'Blowing Waves' ist eine Liebeserklärung an das baltische Meer und
somit an die Heimat des sympathischen Vierers aus Estland. Das Stück
ist ein Kracher allererster Güte und ein Nackenbrecher obendrein.
Ohrwurm und bestes Stück auf der Scheibe !!!
'Screaming Agony' hingegen ist schon fast Black Metal ! Aggressiv und
haßerfüllt kreischt Sergei, bevor sich das Ganze etwas beruhigt und das
Stück schön langsam und brutal weitermacht - recht strange !
'Into The Convent', ein Cover von KING DIAMOND überzeugt durch
Eigenständigkeit, ohne die Roots des großen Meisters aus Dänemark aus
den Augen zu verlieren. Sergei bekommt den doch recht schwierigen
Gesang des Kings bei den tiefen Parts recht gut hin, bei den Eunuchen-
Parts hingegen ... naja, Schwamm drüber.
Stück 11 (im Booklet nicht aufgeführt) ist irgendwas Älteres von Black
Sabbath oder so, ich komme im Moment nur nicht drauf, was.
(- Schande über mich ! Das Stück heißt 'The Ocean' und ist von LED
ZEPPELIN; Näheres gibt es jetzt doch auf www.hot.ee/postmortem).
Ein sehr erfreuliche Scheibe aus Osteuropa, welche 8 Beide-Daumen-
nach-oben-Punkte erhält.
8.0 Punkte von WARMASTER (am 21.05.2002)
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musikalischer Background des Verfassers Death und Black Metal, 70er-Jahre Rock, Beat
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