Die Amis CIRCLE OF DEAD CHILDREN sind kein unbeschriebenes Blatt mehr. Sie haben sich jenseits des großen Wassers schon einen guten Ruf erarbeitet und sind auch diesseits keine Unbekannten. Grind mit Death und Crust werden hier echt derbe zusammengemischt und dann wird der Hebel auf den Tisch geknallt. Full ahead!
Soweit so gut. Wäre da nicht der Sound. Ganz merkwürdig zu beschreiben!! Alles klingt irgendwie, als sei es absichtlich gedämpft. Wenn ich mir dies Teil am PC (schlechte Lautsprecher) anhöre, dann ist es einfach nur leise und man muss mehr als bei normalen CDs aufdrehen. Wenn ich das Ding in meine Stereoanlage schmeiße, vibriert das ganze Zimmer, wenn ich ein wenig aufdrehe. Die Musik ist dann etwas über Zimmerlautstärke, aber es ist ein relativ lautes „Hintergrundbrummen“ drauf, das dem Hörer auf Dauer irgendwie beängstigend erscheint. Es entsteht eine unheimlich bedrohliche Atmosphäre und es kommt einem so vor, als ob jeden Moment ein Tsunami oder sonst was die ganze Stadt wegfegt. Die eingestreuten Samples sind dagegen aber deutlich lauter als die Mucke. Ich bin mir sicher, dass das nicht auf mangelnde Fähigkeiten seitens des Aufnahmepersonals zurückzuführen ist. Das ist ganz gewollt so produziert worden.
OK, wenn man das weiß, kann man das natürlich beim Hören der CD berücksichtigen. Mir gefällt die Musik, denn es handelt sich hier um typischen Höchstgeschwindigkeits-Death-Grind wie man ihn aus dem Hause Unmatched Brutality erwartet hätte. Geil an C.O.D.C. finde ich die Tatsache, dass sie zwar keine Experimente machen, aber trotzdem ein wenig mehr Variabilität in die Musik bringen. Sie lassen die Zügel gelegentlich mal ein wenig lockerer und das „Schweizer-Uhrwerks-Highspeed-Geboller“ wird durch schön chaotische Grindausbrüche aufgelockert. Bevor man sich doch im totalen Gebolze verzettelt, wird der Zug wieder aufs Gleis gewuchtet um schön in der Brutal-tight-and-very-fast-Death Spur weiterzuhetzen.
Auch der Gesang ist geil, denn von Froschgegurgel bis zu Psychogekreische ist hier alles drin. Die Drums leiden ziemlich unter dem gedämpften Sound, aber dafür sind die Gitarren recht präsent. Rifftechnisch ist auch alles gut abgestimmt und nicht zu frickelig.
Erwähnt sei noch kurz das aktuelle Line-up, welches aus Jason (Git.), Drew (Bass), Mike (Dr.) und Joe (Voc.) besteht. Gegründet wurde die Kapelle 1998 und neben einem Demo der CD „Starving the Vultures“ und der EP „Exotic Sense Decay“ aus dem Jahr 1999 wurden noch die Alben „The Genocide Machine“ (2001) und im Jahr 2003 „Human Harvest“ veröffentlicht. Das Letztgenannte wurde von Steve Austin produziert, der auch für den Klang dieses Machwerkes verantwortlich ist.
Für Highspeed-Freunde ist diese Scheibe ein Pflichtkauf. Fragt sich nur, was das mit dem Sound auf sich hat? Meiner Meinung stünde dieser Musik eine satte Produktion besser zu Gesicht, aber die Künstler haben anscheinend darauf verzichtet um ein anderes Gesamtbild zu erzeugen. Kann man machen, mal was anderes. Mein Ding ist es aber nicht so ganz. Dennoch: C.O.D.C. sollte man unbedingt angecheckt haben, wenn man im Death Metal up to date sein möchte. Vermischt werden u. a. Einflüsse von BRODEQUIN, CEPHALIC CARNAGE und NASUM um nur die bekanntesten der jeweiligen Schubladen zu nennen.
8.0 Punkte von Karsten (am 01.10.2005)
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musikalischer Background des Verfassers Death, Grind und alles was auf -core endet ! :-) Aber auch vieles andere ist willkommen...
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