The most evil band in Doom is back! Reverend Bizarre folgen konsequent ihren Plänen und kommen nach dem Debüt, diversen Zusammenstellungen und der EP „Harbinger of Metal“ endlich mit ihrem zweiten Full Length Album „Crush the insects“ um die Ecke, das mit vielen positiven Überraschungen gespickt ist. Balsam für in letzter Zeit doch arg gepeinigte Doom Seelen.
Doom bringt den Metal zu seinen Wurzeln zurück. Und Reverend Bizarre werden dabei kräftig mitmischen. Schon der Opener „Doom over the world“ ist einzigartig: eine beinahe Uptempo Doom Hymne mit Hippie Bonus, bei der sich die vorsätzlich durchgeknallten Finnen um Albert Witchfinder live bestimmt regelmäßig die Morgenlatte zurückspielen. „The devil rides out“ vereint klassischen Seventies Doom mit Hard Rock Flair. Gefährliche Kombination. Das hitverdächtige „Cromwell“ schließlich ist fast schon ein Metal Song, sehr gradlinig mit einer eingängigen Melodie. Dieses Eröffnungstrio macht wahr, was die Finnen vor einiger Zeit angekündigt hatten: Sie wollen dem Metal im Doom Metal wieder etwas mehr Gewicht geben. Das ist ihnen gelungen. Aber Lavafetischisten müssen jetzt nicht in Tränen ausbrechen: „Slave of Satan“ zeigt Zeitlupenkunst in Reinkultur. Eine tonnenschwere Basslinie kündigt das drohende Unheil an, bis es schließlich dreizehn nervenzerreißende Minuten über den Hörer hereinbricht. Grandios. Unglaublich, dass hier die Finnen mit „Council of ten“ noch einen draufsetzen können. Dieser Song stammt nicht von unserer Welt. Der erste Teil zelebriert Doom auf eine Art und Weise, wie es nur wahre Meister fertig bringen können. Herausragend sind hier insbesondere die Vocals. Mittendrin ein kurzes Break und dann rocken die Reverends ordentlich los. Auch hier stechen die diesmal sehr dynamischen Gesangslinien besonders heraus. „By this axe I rule“ beeindruckt nicht nur durch den coolen Titel. Der Song ist ein Oberkracher. Genau das richtige für einen verkaterten Sonntag Nachmittag. Und mit den Lyrics sollte man sich mal ganz genau befassen. Keine Angst, Reverend Bizarre sind mitnichten zu Viking Metallern mutiert. Sehr exquisit, das Ganze. Unbedingt anspielen! Mit satten Triolen wird dann auf einmal der Kater aus dem Hirn gepeitscht und der Hörer ist bereit für neue Schandtaten. Ein ultrafetter Schlusspart deutet an, welcher Natur diese Taten sein werden: Sehr, sehr böse! Nach diesen zwei kurz aufeinander folgenden Paukenschlägen wirkt „Eternal forest“ nahezu fragil. Dieses Stück ist auf jeden Fall das melancholischste der CD. Hier zeigt Albert deutlich seine Bewunderung für Jim Morrison. Eine zerbrechliche Lead Gitarre tut ihr übriges. Depression pur. Beschlossen wird dieses Hammeralbum durch das Epos „Fuckin wizard“! Dies beginnt mit einem finsterem Minimalismus, wie man ihn viel zu lange nicht gehört hat. Pures Old School Sabbath Zitat. Zum Schluss drehen die Finnen noch einmal richtig am Rock’n’Roll Rad. Einfach nur geil!
Das offiziell zweite Album stellt die finnischen Doomster Reverend Bizarre als das dar, was sie sind: brillante Künstler, die sich einen Dreck um Konventionen scheren und uns derart großartige Musik vorsetzen, dass es einem einen Schauer nach dem anderen über den Rücken jagt. Doch auch mit „Crush the insects“ werden die Reverends ihr elitäres Dasein nicht verlassen. Der Mainstream wird sich weiter an die ebenfalls großartigen Candlemass, Thunderstorm und Co. halten. Und das ist auch gut so.
9.0 Punkte von Christian (am 14.06.2005)
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musikalischer Background des Verfassers Maiden, Epic Viking Metal, Doom Metal, True Metal, Heavy Metal, Power Metal, Old School US Metal, 80ies Thrash
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1. Darkest Era "The Last Caress Of Light"
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3. Volbeat "Beyond Hell / Above Heaven"
4. While Heaven Wept "Fear Of Infinity"
5. Alestorm "Back Through Time"
6. Mael Mordha "Manannán"
X Alltime-Klassix Top6
1. Manowar "Into glory ride"
2. Doomsword "Let battle commence"
3. Slayer "Reign in blood"
4. Iron Maiden "7th Son Of A 7th Son"
5. Black Sabbath "Mob Rules"
6. Volbeat "Guitar Gangsters & Cadillac Blood"
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