Code 666 hat ja bekannter Weise oft ein glückliches Händchen, wenn es um Neu-Rekrutierung geht.
Auch mit Hail Spirit Noir haben sie wieder eine viel versprechende Band unter ihre Fittiche genommen.
Die beiden Griechen veröffentlichen mit „Pneuma“ ihre Debüt Album und geben damit ihren Einstand beim Label.
Zu hören bekommen wir ein progressives Scheibchen; auf dem man verschiedene Genre bedient. So gibt es Black Metal gepaart mit Progressivität und 70er Jahre Rock mit psychedelic Touch. Es gibt sehr Black Metal lastige Mucke wie den Opener „Mountain Of Horror“, welcher sich allerdings auch als sehr progressiv entpuppt. Auch wenn die progressive Vertracktheit manchmal etwas chaotisch wirkt, so erkennt man doch recht schnell dass das alles doch eher planmäßig von statten geht. Im Gegensatz dazu gibt es aber auch Stücke wie „Against The Curse, We Dream“ in dem viel Melodie vorhanden ist und der relativ eingängig daher kommt. Das gleiche gilt für „When All Is Black“, welcher mit viel Gefühl vorgetragen wird und diesen 70er Touch hat. Allerdings wird auch hier eine Priese Black Metal mit eingestreut. Sehr eingängig ist auch das Album abschließende „Haire Pneuma Skoteino“.
Die Vocals reichen von garstigen Black Metal bis hin zu gefühlvollen Klargesang.
Auffällig ist wie abwechslungsreich man 37 Minuten gestalten kann, was hier geboten wird bekommen manch andere in zwei Stunden nicht gebacken.
Musikalisch wird hier viel mit den Keys gearbeitet, welche zwar oft sehr dominant sind, aber das Ganze nie zukleistern. Gitarre und Drums sind teilweise etwas dünn, was aber auch an der relativ flachen Produktion liegen könnte. Gemastert wurde das Album von Jens Bogren, der auch schon bei Opeth, Katatonia und Amon Amarth Hand anlegte. Der Mix geht auf Dim Douvras(Rotting Christ) Kappe.
Fazit: „Pneuma“ ist ein Album was nicht sofort zündet, sich aber nach mehreren Durchläufen als wirklich interessant entpuppt. Leider ist die Spielzeit von nicht-einmal 40 Minuten recht kurz. Der Vorteil dabei ist allerdings; das man nie Gefahr läuft den Hörer, vor allem in den vertrackten Parts, zu überfordern respektive zu nerven. Wer sich Musik irgendwo zwischen Nachtmystium und Shining(den Norwegern, nicht Kvarforth´s Truppe) vorstellen kann, sollte hier ein Ohr riskieren. Puristen der in der Musik von Hail Spirit Noir vorhanden Genres sollten die Finger davon lassen. 7/10 Punkte
Dim - Bass
Ioannis Giahoudis - Drums
Dimitris Dimitrakopoulos - additional Vocals
Tracklist:
Lineup:
01. Mountain Of Horror
02. Let Your Devil Come Inside
03. Against the Curse, We Dream
04. When All Is Black
05. Into The Gates of Time
06. Haire Pneuma Skoteino
7.0 Punkte von gelal (am 01.03.2012)
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