CROW7 kommen aus Nordrhein-Westfalen und konnten bisher vor allem als Support von Haggard auf sich aufmerksam machen. Die Band spielt melodischen Power Metal mit Anleihen zum Symphonic Metal.
Ja, richtig - das gibt es schon auf dieser Welt, aber warum nicht noch ein Vertreter mehr, zumal die Jungs ihre Sache gar nicht so schlecht machen. Viele Keyboards und Piano-Sounds erinnern an eine 80er-Produktion im Stil früher Savatage oder ganz früher Dream Theater zu Anfang der 90er. Vollgepackt mit 15 Songs bekommen wir die ganze Palette von CROW7 geboten - mit guten Momenten, aber auch seichten Lückenfüllern, die nicht hätten sein müssen.
"Symphony Of Souls" ist ein gelungener Opener, bei dem nur die Synthisizer etwas nerven. "Street of Slaver" kann mit einem starken Refrain aufwarten, der lange im Ohr bleibt. Als nächstes fällt erst wieder "Kingdom of Calm" besonders auf, da CROW 7 hier mit progressiven und melodischen Strukturen arbeiten. "Virtual reality" geht dann in Richtung Melodic Death Metal, obwohl eigentlich nur die Growls an dieses Genre erinnern. Im Refrain bleibt es extrem melodisch, was hier wie auch bei den meisten Songs auf Dauer etwas gekünstelt wirkt. CROW7 schaffen es nicht, über die gesamte Spieldauer des Albums ein gutklassiges Niveau zu halten. 5 Songs weniger hätten es hier auch getan, zumal das Album ja eine gute Anzahl an starken Nummern zu bieten hat. Die vielen Lückenfüller machen hier eher eine gute Struktur kaputt und täuschen darüber hinweg, dass die Band im Kern interessanten und eingängigen Melodic Metal zu bieten hat.
Somit ist "Symphony of Souls" ein sauber produziertes Album - übrigens bereits das dritte der Band aus Kirchlengern. Die Vorgänger "The Picture" und "Light in my Dungeon" erschienen 2006 und 2010. Der dritte Versuch bietet zwar viele gute Songs, die aber unter der Masse an gleich klingenden Melodien irgendwie untergehen. Fans melodischen Power Metals sollten trotzdem einen Blick riskieren, und "Symphony of Souls" antesten.
Fazit: Melodischer Power Metal mit Potenzial, das leider noch zu oft in müdem Songwriting verpufft.
Tracklist:
Lineup:
1. Symphony Of Souls
2. Street Of Slaver
3. Shiva Sigh
4. The Guide
5. Kingdom Of Calm
6. Spawn Of Evil
7. Dirty Lies
8. Virtual Reality
9. Great Spirit
10. Winter Breeze
11. Breed Of Crime
12. Ocean Of Fire
13. Winner Of The Quest
14. The Final Ride
15. Where Do We Go Now
5.5 Punkte von Shylock (am 22.02.2012)
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musikalischer Background des Verfassers Melodic Metal, Melodic Rock, AOR, Sleaze-Glam, Progressive, Power Metal
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