Das Jahr geht ja gut los! PRIMAL FEAR sorgen mit ihrem neuen Album für das erste Highlight 2012. Mat Sinner, Ralf Scheepers, Alex Beyrodt, Magnus Karlsson und Randy Black kehren mit „Unbreakable“ zurück zu ihren Wurzeln und erinnern damit an die Alben Jaws of Death oder Nuclear Fire zu Beginn des Jahrtausends. Die Riffs rocken geradeaus, die Refrains sitzen punktgenau und obwohl man keine großen Experimente erwarten darf, treffen die Herren aus dem Schwabenland genau ins Schwarze.
„Schwarz“ ist schon mal ein gutes Stichwort, klärt uns doch die neue Single „Bad guys wear black“ darüber auf, dass echte Metalheads die Farbpalette getrost links liegen lassen dürfen. Der Refrain „Bang Your Head“ ist hier schon obligatorisch – macht aber immer wieder Spaß. Zurück zum Opener „Strike“. Dieser startet mit einem typischen Stakkato-Riff und einem saustarken Vers, bei dem Scheepers sich wieder in ungeahnte Höhen vorwagt. „Give Em Hell“ ist ein typischer Sinner-Song, bei dem die Handschrift von Mastermind Mat Sinner unverkennbar hervortritt. Der Mittelteil des Albums zeigt dann, dass PRIMAL FEAR auch nach all den Jahren immer noch in einer ganz anderen Liga spielen, als so viele andere Power Metal-Bands. „Metal Nation“ und die geniale Mid-Tempo-Nummer „Where Angels Die“ mit über 8 Minuten Spielzeit sind einfach klasse Songs, die zwar nichts Neues bieten, in ihrer professionellen Spielart aber trotzdem ihr Ziel erreichen.
Absoluter melodischer und musikalischer Höhepunkt ist dann „Unbreakable Part 2“. Während „Part 1“ im etwas überflüssigen Intro verwurstet wurde, haben die Schwaben hier alles an Feuer und Power in Part 2 gesteckt. Der Refrain ist wirklich zum Abheben und reiht eine Akkord-Steigerung an die nächste. Dieser Song geht nicht mehr aus dem Ohr. „Marching Again“ könnte ebenso aus der Feder von Helloween stammen, mit „Born again“ gibt es eine gelungene Ballade mit bombastischem Chorus. Die letzten beiden Songs „Blaze of Glory“ und „Conviction“ sind dann nochmal Power-Metal in Reinform, der stärkste Teil des Albums findet aber im Mittelpart statt.
PRIMAL FEAR zeigen mit "Unbreakable", dass sie immer noch zur Speerspitze des deutschen Power Metals zählen und besinnen sich auf ihre Stärken, nämlich geradlinigen Power Metal mit viel Melodie und durchschlagenden Riffs. Wem der Vorgänger „666 – before the devil knows you`re dead” etwas zu sperrig gewesen ist, der wird hier seine wahre Freude dran haben.
Fazit: Fette Ausbeute für PRIMAL FEAR, die mit diesem Album eine echte Punktlandung hinlegen. Der erste Pflichtkauf 2012 für jeden Power-Metaller.
Tracklist:
Lineup:
1. Unbreakable (Part1)
2. Strike
3. Give 'Em Hell
4. Bad Guys Wear Black
5. And There Was Silence
6. Metal Nation
7. Where Angels Die
8. Unbreakable (Part 2)
9. Marching Again
10. Born Again
11. Blaze Of Glory
12. Conviction
musikalischer Background des Verfassers Melodic Metal, Melodic Rock, AOR, Sleaze-Glam, Progressive, Power Metal
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