Da es ja in den verschiedensten Online-Foren genug über den Streit zwischen den einzelnen Jane Formationen, besonders zwischen Klaus Hess’ Mother Jane und Klaus Walz, zu lesen gibt, will ich mich hier nur einzig und allein der musikalischen Seite widmen. Nachdem Werner Nadolny mit seiner Formation bereits im Frühsommer auf seine ganz eigene und liebgewonnene Art mit seinem Album punkten konnte, war die Messlatte für Peter Panka’s Jane deutlich hoch gelegt. Nach dem eher schwachen Vorgänger „Traces“ durfte man gespannt sein, wie sich die Band um Charly Maucher und Klaus Walz nach einigen Besetzungswechseln musikalisch präsentieren würde. Das nun vorliegende Werk ist ein Album, welches sowohl die moderne Art und Weise von Peter Panka’s Jane darstellt, ohne jedoch die Vergangenheit zu leugnen.
Der Albumtitel „Kuxan Suum“ stammt aus de Maya-Sprache und bedeutet Nabelschnur. Sie ist die Lebensschnur, welche die Erde und alle Menschen mit dem Kosmos verbindet. In Bezug auf das so häufig angekündigte Ende der Menschheit am 21.12.2012, an diesem Tag endet nämlich der Maya-Kalender, hat sich die Band einmal wieder ein Konzeptalbum gegönnt, dass sich um eben genau diese Nabelschnur dreht. Musikalisch merkt man, dass die beiden „Neuen“ Niklas Turmann und Corvin Bahn der Band extrem gut getan haben. In songschreiberischer Hinsicht finden sich alle Momente, die der Band einmal zu wahren Höhenflügen verholfen haben. Der nach dem Tod von Peter Panka als alleiniger Sänger fungierende Charly Maucher, der mit seiner immer noch einzigartigen Aussprache der englischen Sprache den Hörer gerne einmal schmunzeln lässt, wird diesmal von Corvin Bahn bei den Stücken „Grown“ und „Silence“ abgelöst. Seine hohe Stimme lässt aufhorchen, will sie doch anfangs so gar nicht zu der Musik der Band passen. Aber nach ein bis zwei Durchläufen entdeckt man, wie warm und einschmeichelnd sich die Stimme ins Gesamtgefüge einpasst. Da darf sicherlich noch mehr erwartet werden.
Dass die Band noch mal solch ein fulminantes Album an den Tag legt, hätte man so sicherlich nicht erwarten dürfen. Dem Fan sollte lediglich die Musik am Herzen liegen und für sich sprechen lassen. Je weniger Beachtung den Streitereien geschenkt wird, umso weniger wird sich das Thema medienwirksam ausschlachten lassen. Wie an anderer Stelle bereits schon einmal erwähnt: LET THE MUSIC DO THE TALKING!
Ach ja, lasst Euch nicht irritieren, dass der heimische Player insgesamt 23 Songs anzeigt. Zwischen den einzelnen Songs finden sich kleine instrumentale Überbrückungen, um dem Hörer den Gesamteindruck des Konzeptwerkes nahe zu legen.
Fazit: Die eindrucksvolle „Rückkehr“ von Peter Panka’s Jane.
Tracklist:
Lineup:
1. Just More Words
2. Falling
3. Demons
4. One with Yourself
5. Easy Way In
6. Rolling Along
7. Grown
8. Kuxan Suum
9. Hey Mister
10. Lucky Ones
11. Silence
8.5 Punkte von Christoph (am 29.11.2011)
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musikalischer Background des Verfassers Melodicrock allgemein, AOR, True Metal, Prog-Metal
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