Kruk sind schon eine gewisse Größe in ihrer Heimat. Kein Wunder, den ihre Mischung aus Hard Rock vergangener Tage, etwas Prog und einen Hauch 1980er Heavy Metal ist durchaus wirkungsvoll. Mich habe sie mit ihrem reinen Coveralbum „Memories“ (2006) in ihren Bann ziehen können, auch wenn man natürlich einen Song wie Stairway To Heaven“ nicht covern darf. Doch ihre Zusammenarbeit mit der polnischen Gesanglegende Grzegorz Kupczyk (ex-Turbo, Ceti) hatte sich für die Bekanntheit durchaus ausgezahlt. Schließlich braucht der eigentliche Sänger Tomasz nicht wirklich einen Lehrer.
Vielleicht sind Kruk nicht sonderlich innovativ, aber sie setzen ihre Sache wirklich gut um. Man kennt eben schon einige der Ideen, die Kruk nun auch mit ihrem neuen Album „It Will Not Come Back“ präsentieren. Sie scheinen sich überwiegend weiterhin an den Größen der Ende 1970er/Anfang 1980er Jahre, der Blütezeit des Heavy Rock/Metal zu halten. Aber sie schaffen es trotzdem das gewisse Etwas zu erzeugen. Ob nun in den balladesken Momenten, den progressiv-angehauchten Parts oder den coolen heavy Stücken mit reichlich Keyboards/Hammond Orgel) und Gitarrensoloparts, es passt einfach gut zusammen. Und die sehr gute Stimmlage von Tomasz (irgendwo zwischen Gillan/Coverdale/Meine) rundet die Sache genial ab. Mit der Zeit vergisst man dann doch die zahlreichen Vergleiche zu den Vorbildern.
Besonders empfehlenswert sind die Stücke „In Reverie“ mit Gastsänger Doogie White (!), „Here On Earth“ (hat was von guten alten Jane & Rainbow) als auch die geniale, aber ruhige Nummer „Forever“, die sehr an etwas von Europe/Whitesnake erinnert. Einfach wunderschön und allemal 1. Liga-tauglich!
Ein besonderer Schachzug ist der Band mit dieser Veröffentlichung gelungen. Das Album kommt inklusive einer DVD zum Normalpreis. Dabei gibt es eine coole Liveshow, bei der auch „Child In Time“ gecovert wird und eine Dokumentation (leider ohne UT). Die Liveshow hätte zwar durchaus eine besser Qualität, im Vergleich zum Können und eben der Musik der Combo, aber es ist allemal in Ordnung. Zudem ist das Booklet auf sehr hohem Niveau gestaltet, wodurch man auch hier was fürs Auge und zum Anfassen hat. Zu guter letzt, sollte ich wohl auch den Bonustrack erwähnen, der nämlich ein Tina Turner-Coversong geworden ist. Ob es nun wirklich nötig war diesen Song mit draufzupacken, sei mal dahingestellt. Jener ist aber den Jungs gut gelungen und ich denke, dass auch dieser bei den nächsten Liveshows gefordert wird, auch wenn hier Gäste wie Piotr Kupicha als auch K. Grabowska ausgeholfen haben.
Kruk sind selbst große Fans von Bands wie Deep Purple, Scorpions als auch Uriah Heep und Whitesnake – das lässt sich nicht überhören. Aber genau für Fans dieser Genres machen sie auch derartige eigene Songs. Doch auch Fans von Whitesnake, Europe, Rainbow, alten Jane & Judas Priest als auch Ceti und Turbo sollten durchaus ein Ohr riskieren; es lohnt sich.
Tracklist:
Lineup:
1. Intro
2. Now When You Cry
3. In Reverie
4. Imagination
5. Embrace Your Silence
6. Forever
7. Here On Earth
8. Cold Wall
9. Every Night
10. It Will Not Come Back
11. Simply the Best
DVD (ca. 100 Min.):
Live
Documentary
7.0 Punkte von Arturek (am 07.07.2011)
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musikalischer Background des Verfassers ...sehr viel
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