Oha, das hat gedauert. Das letzte Jag Panzer Album „Casting The Stones“ liegt fast sieben Jahre zurück. Zwischendurch haben Harry „The Tyrant“ Conklin und seine Mannen zwar ein paar Lebenszeichen von sich gegeben, doch nun wird es wirklich Zeit, ein neues Kapitel in der Bandgeschichte aufzuschlagen. Dieses neue Kapitel setzt das Schaffen von Jag Panzer konsequent fort. „Chain Of Command“ Tage sind nicht erst seit heute vorbei. Spätestens mit „Thane To The Throne“ wechselte die Band zum melodiegetriebenen Power Metal, der in epischen Breiten seine Stärken findet. Denn dafür entwickeln die US-Amerikaner ein sicheres Händchen, und die goldenen Stimmbänder des Herrn Conklin sorgen dafür, dass die großartigen Melodiebögen absolut Metal-kompatibel an den Mann und an die Frau gebracht werden. „Overlord“ ist so eine Nummer, die Energie und Melodiösität in einer Art und Weise verbindet, wie man es selten hört. Auch für „Call To Arms“ ernten Jag Panzer mit Sicherheit den Neid der jungen Power Metal Musikergeneration, die schlichtweg nicht in der Lage ist, so etwas auf einen Silberling zu bannen. Weitere treffsichere Schwertstreiche sind das breit angelegte „The Book Of Kells“ Epic und das heftige „Let It Out“. Dazu noch die Hymne „Union“ und das mehr als gelungene „The Setting Of The Sun“ - fertig ist ein weiterer Geniestreich.
Jag Panzer präsentierten sich auf „The Scourge Of Light“ erneut stark. Sie verbinden ein weiteres Mal Old School Power Metal Härte mit grandiosen Melodien, und über allem thront Harrys Gesang, untermauert von einer absolut tighten Rhythmusgruppe und vorangepeitscht von einer Gitarre mit hartem Brett und virtuosen Soli. Hier sage ich allen Italo-, Schweden- und Teutonennachwuchspowermetalsternchen, die sich ihren Milchbrei über die Keyboardtastatur schmieren und sich an Mamis Rockzipfel über meine viel zu hoch angesetzten Fünf-Punkte-Reviews ausheulen: Das ist eure Messlatte. Kritikpunkte: Das Gaspedal wird zu selten durchgetreten, und die Hitdichte auf den Highlights des Jag Panzer Backkataloges ist einfach größer. Davon abgesehen zeigen Harry und Co.kaum Abnutzungserscheinungen und beweisen eindrucksvoll, dass man erstens mit ihnen weiter rechnen muss und zweitens der riffgetriebene melodische Power Metal ohne die alten Veteranen hoffnungslos in der Belanglosigkeit versinken würde. Allein mal wieder Power Metal zu hören, der nicht endlos mit Keyboards zugedröhnt wird, ist Balsam für meine geschundene Seele.
Tracklist:
Lineup:
01. Condemned To Fight
02. The Setting Of The Sun
03. Bringing On The End
04. Call To Arms
05. Cycles
06. Overlord
07. Let It Out
08. Union
09. Burn
10. The Book Of Kells
8.5 Punkte von Christian (am 25.02.2011)
Deine Meinung ist gefragt:
Druckversion des Artikels:
Artikel an Kumpel versenden:
musikalischer Background des Verfassers Maiden, Epic Viking Metal, Doom Metal, True Metal, Heavy Metal, Power Metal, Old School US Metal, 80ies Thrash
X Aktuelle Top6
1. Darkest Era "The Last Caress Of Light"
2. Doomsword "The Eternal Battle"
3. Volbeat "Beyond Hell / Above Heaven"
4. While Heaven Wept "Fear Of Infinity"
5. Alestorm "Back Through Time"
6. Mael Mordha "Manannán"
X Alltime-Klassix Top6
1. Manowar "Into glory ride"
2. Doomsword "Let battle commence"
3. Slayer "Reign in blood"
4. Iron Maiden "7th Son Of A 7th Son"
5. Black Sabbath "Mob Rules"
6. Volbeat "Guitar Gangsters & Cadillac Blood"
[ Seit dem 25.02.11 wurde der Artikel 2982 mal gelesen ]