Die ungarischen Neo Thrasher Ektomorf stehen gut eineinhalb Jahre nach ihrem letzten und doch eher mittelmäßigen „What Doesn’t Kill Me…“ bereits wieder in den Startlöchern.
Auf „Redemption“ fähr man weiterhin die Crossover Schiene, man hört zwar immer noch den großen NeoThrash Anteil aber Hardcore und Alternative Elemente bekommen viel Raum. Das ein oder andere Mal blitzen gar Rap und Hip Hop durch. Aber keine Angst, hauptsächlich gibt’s hier ordentliche Tritte in den Allerwertesten, wie z.B. „God Will Cut You Down“, hier kommen eindeutig Slayer zum Vorschein, erinnert aber auch ein wenig an Metallicas „Frantic“.
Die Ungarn bastel mehr an ihren Songs als früher, so baut man hier und da Breaks ein, die man so von den Jungs eigentlich nicht kennt, flechtet ruhige Parts ein und verwenden cleanen Gesang, welcher auch schon mal als Sprechgesang daherkommt. So gibt es zu den bereits erwähnten Tritten die „ausgeglichene, ruhige“ Seite, welche den Abwechslungsfaktor des Albums enorm nach oben fährt. „Sea Of Misery“ kommt z.B. mit Akustik Gitarre und besagtem cleanen Gesang daher und vermittelt das Gefühl die Verschnaufpause nach dem ersten Teil des Albums zu sein. Auf „The One“ wird dann gar mit Danko Jones zusammen gearbeitet. Dieser Track geht voll auf die Zwölf, der Gesang ist hier zum Großteil Computermäßig verzehrt, steht ihm aber recht gut. Musikalisch erinnert mich das Teil allerdings wieder an das „unsägliche“ Metallica Output „St.Anger“, nur dass das Schlagzeug hier nicht „klappert“.
Fazit:Ektomorf erfinden sich nicht neu aber sie sind auf „Redemption“ eindeutig abwechslungsreicher und experimentierfreudiger als noch auf den letzten Alben. Das macht die 44 Minuten noch kürzer und man muss unweigerlich die Repeat Taste drücken um das Album erneut zu erkunden, was sich auch lohnt, geht beim ersten Mal doch nicht alles fest ins Hirn. Schade nur das die Eigenständigkeit auch nach 15 Jahren Bandhistorie noch nicht da ist wo sie eigentlich sein sollte.
Gut ihre Trademarks sind schon vorhanden aber wenn man sogar Metallicas „St.Anger“ raus hört und an Slayer und Korn mehr als nur erinnert wird, dann ist das für mich noch nicht Eigenständig genug.
An der Produktion ist allerdings nichts auszusetzen, die ist fett und der Mix geht völlig in Ordnung. Fans der Truppe können unbesorgt zuggreifen, alle anderen sollten erst mal rein hören. 7,5/10 Punkte
Anspieltipp: Redemption, God Will Cut You Down, The One, Stigmatized
Band Webseite: http://www.ektomorf.com , http://www.myspace.com/ektomorf
Diskografie: (nur Alben)
Hangok – 1996
Ektomorf – 1998
Kalyi Jag – 2000
I Scream Up to The Sky – 2002
Destroy – 2004
Instinct – 2005
Outcast – 2006
What Doesn’t Kill Me… - 2009
Redemption – 2010
Tracklist:
Lineup:
01. Last Fight
02. Redemption
03. I’m In Hate
04. God Will Cut You Down
05. Stay Away
06. Never Should
07. Sea Of My Misery
08. The One / feat. Danko Jones
09. Revolution
10. Cigany
11. Stigmatized
12. Anger
13. Kill Me Know ( Bonus ltd. Digi)
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