Was Dan Swanö anfasst, kann auch nur gut werden. Diese Erkenntnisse dürften so jedem Metalfan klar sein. Okay, einigen wir uns darauf, dass fast alles von ihm veredelt werden dürfte. Es verhält sich auch nicht anders, was nun sein Projekt Odyssey anbelangt.
Bereits 1999 gegründet, aber leider bisher lediglich nur eine Mini-CD im selben Jahr realisiert, gibt es nun das volle Album -dazu. Doch vorsichtig Leute, dies hier hat nichts mit Death Metal zu tun. Dan Sawnö mit seinen Kollegen präsentiert hier ein fast reines Cover-album mit den Hits, die ihn sein Leben lang bzw. als Inspirationen bereits zu Teenager-Zeiten begleitet haben. Purer Rock, Power Metal und Hard Rock – heißt hier die Devise. Natürlich alles sehr gitarren- und keyboardlastig. Doch reine Coveralben haben sowohl positive als auch negative Seiten. Aber bei diesem Album schein wirklich so einiges zu stimmen. Die Vielfalt, die Originalität, dieser Einfallsreichtum. Ohne das gewisse Etwas des Hits zu verlieren, widmet sich Dan den Songs so gezielt, als ob es seine eigenen Songs wären. Damit will ich nur sagen, dass kaum ein Song lediglich wie eine Kopie wirkt.
Vordergründig befinden sich hier Songs aus dem Rock- und Hardrock-Sektor und natürlich eher die älteren Sachen der 1980er-Jahre. Keine Überraschung, dass Dan vor Größen wie Candlemass, Uriah Heep oder Rainbow den Hut zieht. Was jedoch allemal zunächst für Verwirrung und eben den Überraschungseffekt bei einigen in der Rock-/Metalszene sorgen könnte, sind die Versionen von „Shake The Disease“ oder „In The Heat Of The Night“. Eine besonders coole Idee und auch wirklich gut umgesetzt. Die Songs bekommen so einen wirkungsvolleren, rockigeren, ja fast metallischen Ansatz. Auch wenn natürlich die Originale einem immer im Kopf herumschwirren.
Die drei eigenen Songs zum Schluss, sind genau das, was den Swanö zu seiner Zeit eben auch ausgemacht hat. Es sind eben die drei Songs der 1999er EP, aber hier nun remastered. Sehr emotional, aber eben druckvoll und metallischer kommen diese Tracks rüber. War es doch genau die Zeit, in der der einer wie Swanö ja öfter mit anderen Projekten für Verwirrung und Überraschungen gesorgt hatte (u.a. kurze Zeit nach einem Album wie Moontower oder dem weiteren Nightingale, als auch solchen Projekten wie Godsend und dem vorhersehbaren Ende von Edge of Sanity aber dem Anfang von krassen Gegensätzen wie Bloodbath).
Benötigt noch jemand bei dem Namen Swanö die Info, dass alle Instrumente bei diesem Werk von ihm eingespielt worden sind und das Album selbstverständlich in seinem Unisound Studio produziert worden ist? Ich denke eher nicht?!
Fazit: Geniale Idee, ordentlich umgesetzt, eben typisch Dan Swanö!
Dan, bitte mehr davon…und ruhig auch ich gewiss längeren Zeitabschnitten, um den besonderen Reiz beizubehalten.
Ein Videostatement, speziell zu diesem Album, als auch alle weiteren Infos zum Projekt Odyssey hat der Meister selbst auf seiner MySpace-Seite bereitgestellt, hier mehr @ http://www.myspace.com/odysseyswano
Tracklist:
Lineup:
01. Eyes Of The World (Rainbow)
02. In The Heat Of The Night (Sandra)
03. Shake The Disease (Depeche Mode)
04. At The Gallow's End (Candlemass)
05. Gypsy (Uriah Heep)
06. Lost Horizons (Michael Schenker Group)
07. Cherry (UFO)
08. I Am Two
09. I Carry a Secret
10. Amon-Ra
musikalischer Background des Verfassers ...sehr viel
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