Pissmark (Österreich) "amok" CD
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Die leidige „Core“-Diskussion hatten wir ja heute schon mal (siehe ANORMA-Review).
Aber jeder hat eine Chance verdient, auch wenn er Deathcore / Metalcore spielt, aus Österreich kommt und PISSMARK heißt (mein Gott – kommt da viel zusammen !)
Die vier Stücklein auf dem vorliegenden Demo hören dann auch auf so schöne Namen wie ‚selbsthilfegruppe’, ‚krüppel’ und ‚eusebius’ – wieso habe ich nun schon zum wiederholten Male das Gefühl, daß heute nicht mein Tag ist ?
Die brachial-drückende und mit einem superben Sound ausgestattete Mucke hat mich dann aber doch ziemlich umgehauen: Geboten wird Brachialcore der finstersten Sorte mit deutschem Gesang und deutlichen Anleihen bei den süddeutschen TOTENMOND. Die Songs sind allesamt recht simpel gestrickt, drücken aber ganz gewaltig und gehen sofort unter die Haut.
Gleich das erste und Titelstück glänzt durch eine einfache, aber nachvollziehbare und sich sofort festsetzende Melodie, welche in einem donnernden Riff Ausdruck findet.
Auf diesem Niveau wird weitergeholzt, bis der Abdecker kommt und nach noch nicht einmal einer Viertelstunde ist der Spaß auch schon wieder zu Ende.
Das ‚Eusebius’-Intro-Gitarrenthema ist definitiv Kult, wobei am Beispiel dieses Tracks nicht unerwähnt bleiben soll, daß die Texte allesamt – hehehe – einen sozialen Touch haben, wie man schon sagt und an Deut(sch)lichkeit nichts zu wünschen übrig lassen: „Eusebius ist nicht nur pädophil ... Kinderschändeeeeeer !!! ... Kinderfxckeeeeer !!!“.
Je öfter ich diese Demo-CD allerdings höre, desto mehr angetan bin ich und verteile 7 ½ Punkte für diese überraschend starke Veröffentlichung.
Bitte mehr davon – am besten ein ganzes Album !
Ach ja – das Cover-„Artwork“ ist vom Aller- allerfeinsten und das im Jänner 2005 erschienene Kleinod ist auf der Heimseite der Wiener käuflich zu erwerben.
Tracklist:
1. amok
2. selbsthilfegruppe
3. krüppel
4. eusebius
Line-Up:
kine – gesang
ritchie – gitarre
berny – bass
oliver – schlagwerk
7.5 Punkte von WARMASTER (am 15.03.2005)
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musikalischer Background des Verfassers Death und Black Metal, 70er-Jahre Rock, Beat
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