Wheel (Deutschland) "Wheel" CD
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Diese Band startete im Jahr 2006 unter dem Namen Ethereal Sleep. Die Wurzeln liegen sogar noch weiter zurück im schönen Dortmund und in der Power Metal Band Avanitas und den Thrashern McDeath. Mit einem stabilen Line Up benannten sie sich in Wheel um, nahmen letztes Jahr ein Zweitrack-Demo auf und ergatterten so einen Deal beim Genreexperten Eyes Like Snow. Damit ist die Marschrichtung auch schon erwähnt. Hier geht es um Doom!
Genauer gesagt spielen Wheel sehr versierten und gefühlvollen Epic Doom Metal mit klassischen Einflüssen. Anders als Kollegen wie zum Beispiel Candlemass stehen diese Doomster nicht mit einem Bein im Power Metal, sondern besinnen sich einerseits auf die Ursprünge des Doom, arbeiten andererseits aber auch mit vielen Stimmungslagen. Stärkster Trumpf der Formation sind die fantastischen Vocals von Arkadius Kurek, der für mich zu den besten Sängern unter den jungen Doom Bands überhaupt gehört. In seiner Stimme treffen sich Geoff Tate, Ray Alder und Tom Mallicoat. Seine große Stärke: Der Mann kann leise und dennoch kraftvolle Töne singen und darin Tonnen von Emotionen verpacken. Wie selbstverständlich bringt er außerdem noch kraftvolle Parts rüber. Das sehr gelungene Songwriting kommt ihm dabei zugute. Unglaubliche Melodien, sehr intensive Atmosphären und nachvollziehbare Stimmungswechsel prägen das Klangbild dieses Debüts und fügen Songs zusammen, die niemals langweilig werden. Der Teufel steckt allerhöchstens im Detail: Manchmal sind die Harmonien auf der Gitarre ein wenig zu schräg geraten und passen hier und da auch nicht zum Gesang. Der Bass ist etwas drucklos produziert, dafür aber markant gespielt und ein gleichberechtigter Partner der Gitarre. Die ist organisch inszeniert und klingt einfach nur großartig.
Achtung: Wheel setzen viel auf leise Töne. Power Doomer und Stoner Rocker werden daher Probleme mit dem Album haben, wenn sie allzu engstirnig lauschen. Wer aber auf intelligente gefühlvolle Musik mit einem überragend starken Gesang steht, der ist hier genau richtig.
Das Riffing könnten die Herrschaften bis zum nächsten Album etwas zwingender gestalten. Erst bei „Only God Knows“ kommt etwas Doom Rock Feeling auf. Mein Anspieltipp ist übrigens „The Day I Need You Most“. Das ist vielleicht nicht der beste Song auf der Platte, denn er bietet nicht die ganz großen Melodien wie zum Beispiel die Anfangsnummern. Er zeigt jedoch viele Facetten der Band und bleibt dabei in sich absolut stimmig. Unbedingt antesten sollte man aber auch meinen persönlichen Favoriten „To My Love Departed“. Zum Abschluss doomt „Entrance Into White Light“ dann noch einmal richtig.
| Tracklist: |
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Lineup: |
1. The Mills Of God
2. To My Love Departed
3. Lilith
4. Eyes Of The Hydra
5. Ethereal Sleep
6. Only God Knows
7. The Day I Need You Most
8. Entrance Into White Light
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8.0 Punkte von Christian (am 23.04.2010)
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musikalischer Background des Verfassers Maiden, Epic Viking Metal, Doom Metal, True Metal, Heavy Metal, Power Metal, Old School US Metal, 80ies Thrash
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