Surprise, surprise. Es kommt doch immer mal wieder vor, dass ich mir von einer CD absolut nichts erwarte und enorm positiv überrascht werde. So geschehen bei diesem Produkt aus dem mir bis dato noch völlig unbekannten niederländischen Hause DVS Records.
Die Zahl 5 oder V, um beim Römischen zu bleiben, hat es progressiv orientierten Bands scheinbar angetan. Die Band Voyager macht da keine Ausnahme. Sie befassen sich auf ihrem Debüt Album mit dem fünften Element. Australier haben da wohl scheinbar eine ganz eigene Auffassung, was das denn wohl sein könnte. Vielleicht ist es ja sogar die Musik der vier Mannen und der einen Frau (Melissa Fiocco am Bass). Denn die ist wahrlich nicht von schlechten Eltern. Ganz besonders hoch muss ich Voyager anrechnen, dass sie es schaffen, innovativ zu klingen, ohne auch nur im entferntesten an irgendwelche Nu Metal Fehlgriffe zu erinnern. Zudem spielen sie melodisch, heavy und progressiv, und bewegen sich dennoch weit ab von skandinavischen oder italienischen Pfaden. Einfach eigenständig, eben. Wahrscheinlich muss man heutzutage aus einem derart entlegenen Winkel der Erde kommen, um einen eigenen Sound bieten zu können. Wirklich beeindruckend ist die Leichtigkeit, mit der hier zu Werke gegangen wird. Großartige Melodien und beeindruckende Läufe werden mit einem Schulterzucken in die Atmosphäre geschleudert, dass es eine wahre Freude ist. Ein bisschen vorsichtig sollte der Metal Purist schon sein, denn sowohl die Melodien als auch die Soli streifen die Grenze zum Kitsch ein ums andere Mal. Die Lyrics überschreiten diese sogar, falls sie ernst gemeint sind. Egal. Ein fetter Sound und eine stets vorhandene Heavyness im Songwriting sorgen dafür, dass diese Grenze zumindest musikalisch nicht überschritten wird. Die laszive, angenehm warme Stimme von Frontmann Daniel Estrin ist tonsicher, ausdrucksstark und charismatisch. Diese Band hat einen hohen Wiedererkennungswert. So kann ich Knaller wie das beschwingte „Cosmic Armageddon Pt I“ mit seinen sporadischen Death Metal Ausflügen, das sehr eingängige „The ancient labyrinth“ mit einem hammermäßigen Refrain oder den Speed Kracher „Monument“ wirklich nur empfehlen. Schön auch die mittelalterlichen Einflüsse, die sich glücklicherweise nicht in der Wahl komischer Instrumente, sondern in kompositorischen Stilmitteln hier und da einmal zeigen. „Element V“ ist ein kurzweiliges, anspruchsvolles aber nicht zu steriles Album, das sehr viel Spaß macht, und das es auch auf eine anständige Spieldauer bringt.
7.5 Punkte von Christian (am 28.02.2005)
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musikalischer Background des Verfassers Maiden, Epic Viking Metal, Doom Metal, True Metal, Heavy Metal, Power Metal, Old School US Metal, 80ies Thrash
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