Postnuclear Deathmass (Deutschland) "Generation Doom" MCD
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Was soll man von einer Band halten, welche sich POSTNUCLEAR DEATHMASS nennt und in der Presseinformation Kritiker wie meine Wenigkeit mit folgenden Worten verunglimpft:
„Für Euch Redakteure, selbsternannte Kritiker und andere, deren Passion es ist uns und unser Werk mit steif zum Himmel stehendem Schweife zu richten !“ (Frechheit sowas ...;-)))
Weiß ich auch nicht, aber da dies augenzwinkernd rüberkommt und die Burschen sich selbst offensichtlich nicht besonders ernst nehmen (ihre Musik allerdings schon !) und noch offensichtlicher einen tierischen Spaß an der Sache haben, werfen wir endlich einen zweiten Blick auf diese doch etwas ungewöhnliche Veröffentlichung:
Und was soll ich sagen: POSTNUCLEAR DEATHMASS rulen – und wie !!!!
Vom ersten bis zum letzten Augenblick dieser leider nur knapp 25 Minuten dauernden Debüt-CD muß man ganz einfach immerzu verzückt mitbangen.
POSTNUCLEAR DEATHMASS spielen einen überaus eingängigen und mitreißenden Mix aus Death und Thrash Metal mit vielen speedigen Einflüssen (die zahlreich vorhandenen Riffs würden jeder Speed-Metal-Combo aus den 80er-Jahren zur Ehre gereichen !!!).
Das Zeug groovt einfach nur ohne Ende !!
Die Band kommt aus Oberfranken (Stadtsteinach und Kulmbach werden genannt) und besteht seit 1998; wenn ich aus Chile wieder da bin, muß ich mal Kontakt zu den Jungs aufnehmen ...
Spielfreude, Ideen und Abwechslung sind bereits vorhanden – was der Band jetzt eigentlich nur noch zum Durchbruch fehlt, ist ein wenig Konstanz und Reife beim Songwriting; obwohl – andererseits macht die burschikose Hau-drauf-Attitüde der meisten Songs einen Großteil des sprühenden Charmes von POSTNUCLEAR DEATHMASS aus.
Anspieltip ist wiederum das gesamte (Mini-)Album – es ist ja nicht besonders lang; da kann man es schon einmal am Stück durchhören. Einzig und allein das psychedelische Outro ‚Popol Vuh’ hebt sich stilistisch vom Rest ab.
Ich bin durchaus der Meinug, daß jeder, der in den 80er Jahren gerne Speed und Thrash Metal gehört hat und dies auch heute noch tut, mal in dieses kleine Juwel reingehört haben sollte. Möglicherweise bricht er/sie in schluchzendes Jubeln aus und kniet dankbar nieder.
8 ½ Punkte.
Der CD lag ein auf der Homepage zu bestellender überaus skurriler Aufkleber mit der Inschrift „Der Geheimmarsch der Leibeslöscher“ bei.
Beschließen wir diese besinnliche Rezension mit dem Ende der sehr vergnüglich zu lesenden Presseinformation:
“POSTNUCLEAR DEATHMASS – Alterius non sit qui suus esse potest:
Musik im Zeichen der mächtigen
• WARALDA DER URALTE
• UUKKOGT GULOUL
• RESNNU VOLTAX
• MELCHISEDEK
• BUMBERMO
Es geht nicht darum, immer nur Böses zu tun, sondern vielmehr darum, auch niemals etwas Gutes zu tun !
FUCK ALL SCENES !“
So lasset mehr derart originelle Bands vom Himmel fallen !
Dem habe ich nichts mehr hinzuzufügen – guten Abend allerseits ...
Tracklist:
1. Arcade
2. Optimum Eradication
3. Eine romantische und grausame Brutalität ...
4. Submit To Madness
5. Dr. Dan
6. Popol Vuh
Es schlugen die elementische Harfe ( = Line-Up; Anm. d. Verf.):
Adolf Maurice Shooter – Gitarre
Chris de Butcher – Bassgitarre
Hellfire Flail – Gitarre
Manolo Perrucchio Re-Psycho – Stimme
Prof. Wilder Eber – Trommelsucht
8.5 Punkte von WARMASTER (am 30.11.2004)
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musikalischer Background des Verfassers Death und Black Metal, 70er-Jahre Rock, Beat
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