Merkt euch bloß den Bandnamen dieses Quartetts von Gabriel (voc., guit.), Lex (guit.), Zakk (bass), und Steven (drums)! Gründer und sozusagen Boss der Combo –Gabriel- ist gerade mal 15 Jahre alt, seine Mitstreiter jeweils unter 20 – und sie spielen bereits seit ca. 2002 zusammen. Black Tide ballern los, als ob der gute alte Bay Area Thrash auf den legendären NWOBHM treffen würde. Aus heutiger, aktueller und deutscher Sicht könnte man also dazu sagen: Tokio Hotel in GANZ HART.
Die Biografie der jungen Band ließt sich wie ein Film, als ob es ein „Detroit Rock City II“ geben würde. Jedoch anstatt Kiss eher mit dem Bezug auf Metallica, Iron Maiden, Skid Row, Megadeth usw.
"Light from above“ ist frischer, kompromissloser und direkter (Thrash/Speed) Metal, den man sich wünscht. Der gerade mal so aus der Garage, direkt aus dem (dunklen) Herzen kommt. Lässige Gitarrensoloparts, krasse, freche Vocals und ein cooles Drumming. Schnell, geradlinig und energiegeladen! Die Scheibe fühlt sich an, als ob so einige bekannte Köpfe der Szene der achtziger Jahre in die Vergangenheit gereist wären und unter heutigen Verhältnisse einen Knaller produziert hätten.
Das alles soll nun bedeuten, Fans einer Mischung aus alten Scheiben von Megadeth, Metallica, Judas Priest, Iron Maiden, Exodus, Ozzy als auch den neueren Bands wie Bullet for my Valentine, Children of Bodom oder (den Kollegen aus Florida) Trivium kommen an diesem Werk nicht vorbei.
…und wem das nicht als Tipp ausreicht, der soll sich zumindest den Coversong antun. Etwas Besseres hätten sich diese Burschen nicht einfallen lassen können. „Hit the Lights“ killt!!!
Im Zeitalter vieler Trends, in denen es nur darauf ankommt was man trägt, wie man sich eben stylte, kommt dieses Werk genau zur richtigen Zeit. Es ist mir schleierhaft, wie schnell ein Majorlabel an diese Jungs geraten sein kann. Man kann nur hoffen, dass sie eben dadurch nicht „zu rasant“ verheizt werden. Bei richtigem Umgang als auch gezielter, guter Vermarktung kann hier wirklich was Großen entstehen. Die Jungs sollten jedoch bloß auf dem Boden der Tatsachen bleiben, viel Erfahrung sammeln (LIVE) und weiterhin „nur“ geniale Songs abliefern (aber vorher wohl noch die Schule zu Ende bringen, oder?). Na ja, beim Ozzfest im Amiland durften sie schon die Hauptbühne mit betreten. Es steckt eine Menge Potenzial und Power in diesen Jungs, daher kann ich nur hoffe, dass den Jungs das Ganze nicht „zu schnell“ über den Kopf steigt.
Fazit: Ein echt gutes Debüt einer (viel zu) jungen Band. Es hört sich viel zu erwachsen an.
Metal wie er eben sein soll. Aber Black Tide lassen einen spüren, dies ist noch nicht „DAS“ Werk, es steckt noch viel mehr drin.
(Doch sie beweisen, dass auch im Amiland aus jungen Leuten, dieser krassen „PS- & mp3-Generation“, etwas Vernünftiges werden kann:-)).
Anspieltipps: „Shout“, „Hit the lights“, „Warriors of Time“ & „Let me“
| Tracklist: |
|
Lineup: |
01. Shockwave
02. Shout
03. Warriors Of Time
04. Give Me A Chance
05. Let Me
06. Show Me The Way
07. Enterprise
08. Live Fast Die Young
09. Hit The Lights
10. Black Abyss
11. Light From Above
|
|
|
7.5 Punkte von Arturek (am 31.07.2008)
|