GAS (Deutschland) "Neue Zeit" CD
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Ungeachtet der Tatsache, dass GAS eh schon ein kurzer und knackiger Bandname ist, legen die Herren aus der norddeutschen Tiefebene noch einen drauf und setzen ihn komplett in Großbuchstaben. Ebenso markant wie die Namensgebung ist auch die Musik der Cuxhavener, die auf ihrem aktuellen Album „Neue Zeit“ durchaus lauten und klischeeunbelasteten Deutschrock zelebrieren.
Dabei lassen sich auf ihrem Werk zwei grundlegende Richtungen erkennen:
Vor allem die erste Hälfte des Albums hat einen ordentlichen Wumms und legt eine härtere Gangart an den Tag. Hier wird kräftig gerockt und der Schwerpunkt wird in den Songs stets anders gelegt. So versprüht der Opener „Du Bist Frei“ dem Titel entsprechend Aufbruchstimmung und Freiheit durch den treibenden Beat, dann gibt es wiederum etwas düster angehauchte Songs wie „Ich will“. Dabei streift die Band ganz leicht die Gefilde von Oomph! oder Schweisser. Bei anderen Titeln wird verstärkt aufs GASpedal gedrückt. Das Paradebeispiel hierfür ist „Keinen Ausweg“.
Immer wieder kommt dabei aber das ausgezeichnete Gespür der Band für extrem eingängige und pushende Refrains zum Tragen, die richtig Laune machen, auch wenn der Gesang stellenweise ein klein wenig dünn ist und sich dessen Schema in den Songs ähnelt.
Den Wendepunkt des Albums markiert der Coversong „Helden“. Leider kenne ich das Original von David Bowie nicht, aber der Song erinnert mich stark an die Neue Deutsche Welle und Extrabreit im Speziellen. Und damit sind wir auch schon bei der zweiten großen Facette dieses Albums. Jetzt kommt ein Openair-Feeling auf Landkreisebene an einem lauen Sommerabend auf, bei dem jung gebliebene Erwachsene nach ein paar Gezapften eine flotte Sohle aufs Parkett legen und man sich automatisch mit Bratwurstgeruch in der Nase und einem Pappbecher Bier in der Hand dem bunten Treiben hingibt. Die Songs werden moderater und erzeugen eine gelöste Stimmung. Wie gesagt orientieren sich die Songs an rockigem NDW-Sound und für das halb-balladeske „Du Bist Nicht Hier“, das auch als Video auf dem Album zu finden ist, konnten GAS mit Frl. Menke ein echtes Original aus eben dieser Ära gewinnen.
Der Rausschmeisser „Gib Mir Mehr“ ist wieder heftiger ausgefallen und scheint nicht nur vom Titel her ein Stück weit an die Toten Hosen angelehnt zu sein.
Fazit: Mit GAS sind alle gut bedient, die erfrischend kräftigen und treibenden Rock mit deutschen Texten hören wollen. Meine Faves sind das düstere „Was Ist Passiert“ mit dem coolen Refrain und das locker flockige, vor guter Laune strotzende „Dein Herz Singt“ mit dem unvergleichlichen NDW-Flair. Party on! 7.0 Punkte von Arne (am 06.06.2008)
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musikalischer Background des Verfassers Anfänge mit 80er Heavy- und 90er Death-Metal, inzwischen findet auch alles jenseits des metallischen Paralleluniversums bei mir Gehör
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