Overland (Großbritannien) "Break Away" CD
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Steve Overland dürfte den meisten noch als Sänger der britischen Melodic AOR-Rocker „FM“ in Erinnerung sein. Zwischenzeitlich heuerte er bei „The Ladder“ und „Shadowman“ an – allesamt britische AOR-Projekte im gleichen Stil wie besagte „FM“. Wen wundert`s da, dass auch das erste Soloalbum von OVERLAND in die gleiche Kerbe schlägt und einem 12 typische AOR-Nummern mit deutlichem 80er Einschlag präsentiert. Nicht unbedingt zeitgemäß, aber dennoch großartig produziert.
OVERLAND ist ein Meister seines Fachs und liefert durchweg melodiöse Hard Rock-Songs ab, die zwar nicht den Innovationspreis 2008 gewinnen werden, aber immerhin genau das bieten, was AOR-Fans sich von dem ehemaligen FM-Sänger erhoffen. „This Time“, „Alive and Kicking“ und der Titeltrack „Break Away“ rocken zu Anfang auch ordentlich drauflos und geben dem Album gleich richtig Schwung. „Like A River“ hätte in den frühen 90ern sicher ein Radio-Hit werden können, heute dürften sich darüber höchstens noch kleinere Internet-Stationen freuen. Schade eigentlich, denn OVERLAND stellt mit diesem Song so einige andere Rockbands in den Schatten. Im Mittelteil verliert die Scheibe dann etwas an Qualität und kann erst wieder mit „Mad Mad World“ und „Rescue Me“ wieder an Boden gut machen. Was den Songs im letzten Drittel fehlt ist nur schwer zu beschreiben…irgendwie verlaufen die Melodien im Sand und werden leider so austauschbar wie Scheibletten-Käse. Da kann auch das Line Up um GRAND ILLUSION Gitarrist Anders Rydholm nichts mehr retten. Immerhin muss man Herrn Overland zu Gute halten, dass er sein Ding durchzieht, und ungeachtet von Trends oder Zielgruppen seinen Beitrag zur Welt des Melodic Rock abliefert. Für Fans und AOR-Liebhaber ist „Break Away“ auch sicher einen Kauf wert.
Im Allgemeinen kann man sich „Break Away“ durchaus anhören, aber großartige Innovationen darf man eben nicht erwarten. OVERLAND ist eben ein Garant für soliden Melodic Rock und Fans wissen sowieso, was sie erwarten dürfen. An der breiten Masse wird „Break Away“ aber eher sang und klanglos vorbeiziehen, dafür fehlt der Scheibe das gewisse Etwas.
Fazit: Zu wenig Pepp, zu viel Pop – trotzdem solider AOR mit einigen guten Momenten.
Line Up
vocals - Steve Overland
guitars - Anders Rydholm
keys, bass - Ola af Trampe
drums - Gregg Bissonette
| Tracklist: |
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Lineup: |
1. This Time
2. Alive And Kicking
3. Break Away
4. Like A River
5. Look Into Your Eyes
6. After The Fire
7. Evangeline
8. Heartache Calling
9. Mad Mad World
10. Lost In Paradise
11. Rescue Me
12. Until Forever Comes
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6.0 Punkte von Shylock (am 16.05.2008)
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musikalischer Background des Verfassers Melodic Metal, Melodic Rock, AOR, Sleaze-Glam, Progressive, Power Metal
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