Pin-Up Went Down (Frankreich) "2 Unlimited" CD
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Ich habe schon nicht schlecht gestaunt, als ich das Cover und vor allem den Albumtitel dieser Combo gesehen habe. Mal ehrlich, wer denkt bei „2 Unlimited“ nicht sofort und in erster Linie an Neunziger Euro-Dancefloor? Das Cover wiederum lässt einen lockere Lounge-Musik vermuten.
Ob Absicht oder nicht, es wäre PIN-UP WENT DOWN durchaus zuzutrauen genau diese Assoziationen wecken zu wollen, denn ebenso wie bei ihrer Cover- und Titelwahl reisst dieses Duo Infernale auf ihrem Debüt alle bestehenden musikalischen Grenzen ein und demontiert sämtliche Genres, um sie in einer scheinbar wilden Mixtur wieder zusammenzupuzzeln.
Der für sämtliche Arrangements zuständige Alexis Damien schwirrt in den Songs zwischen leichtem Gothic, Death, Nu Metal, Elektro, Funk (!), Swing (!!) und Pop (!!!) hin und her und kreiert so einen sehr avantgardistischen aber auch nicht gerade leicht verdaulichen Mix, obwohl diese ganzen Stile scheinbar mühelos und unbeschwert kombiniert werden. Dass einige Songs dadurch zerfahren und überladen wirken nimmt man zwar am Rande zur Kenntnis aber richtig stören tut es nicht, dafür klingt alles viel zu interessant.
Noch bemerkenswerter als der gewagte Spagat zwischen den Stilen ist das Organ der Sängerin, die auf den wohlklingenden Namen Asphodel hört. Eine solche stimmliche Vielfalt kann unmöglich von einer Person stammen, aber es ist wirklich so: Ob opernhafter Gesang wie bei Nightwish, ausdrucksstarke Vocals wie von Amy Lee, Björk oder Anastacia, oder eine kindliche Mädchenstimme, Asphodel bietet alles von zart und unschuldig über kräftig und kernig bis warm und soulig und noch viel mehr. Bisweilen wird mit dieser Gabe allerdings sehr verschwenderisch umgegangen und so manche Gesangseinlage wirkt unfreiwillig komisch. Trotzdem lebt die Musik vor allem von Asphodel, so dass die gelegentlichen Growls und tiefen cleanen Vocals von Alexis fast schon deplatziert wirken.
Fazit: PIN-UP WENT DOWN verlangen dem Hörer alles ab und ob solch gewaltiger und chaotischer Kreativität kann man entweder wie in meinem Fall nur Bauklötze staunen oder einfach nur den Kopf schütteln. Ein abgefahrenes Album!
| Tracklist: |
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Lineup: |
01. Intrusion
02. Esthete Piggie
03. Nearly Dead Bat Make-Up
04. Cadavre Exquis
05. Pussy Worship
06. Get Ready To Sweep
07. Yo-Yo Yes Then No
08. Only Some Shitty Chemical Stuff
09. Human Beat Box Deluxe
10. Feat.Me / Feat.Us
11. Be My Idol Then My Fall
12. Serie Z I
13. Serie Z II
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All instruments / arrangements: Alexis Damien Female creations: Asphodel
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6.5 Punkte von Arne (am 06.05.2008)
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musikalischer Background des Verfassers Anfänge mit 80er Heavy- und 90er Death-Metal, inzwischen findet auch alles jenseits des metallischen Paralleluniversums bei mir Gehör
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