Phil Vincent is back in Business. So oder so ähnlich könnte die Überschrift zu Circular Logik lauten, nur wer ist Phil Vincent? Nun, er startete seine Laufbahn als Komponist und stieß auf offene Ohren bei der AOR und Hardrock Gemeinde. Also entschloss er sich eigene Alben zu veröffentlichen, die aber in unseren Breiten nur als Importe erhältlich waren, was ihn zwangsläufig zu einem „Unbekannten“ für das Gros machte und seinem Bekanntheitsgrad nicht gerade förderlich war. Bereits 2004 veröffentlichte er dann abseits seiner Solo-Alben ein Band-Album unter dem Namen Tragik, was aber mehr einen Projekt-Charakter hatte als wirklich eine geschlossene Band. Nun also hat er eine neue Band am Start, die außer Phil Vincent (Vocals, Gitarre, Keyboards) noch Steven Albanese (Gitarre), William V. Arnold (Bass, Percussion), Tanion DeAngelis (Drums) und William Roux (Gitarre) als Mitstreiter aufführt. Seitens der Plattenfirma wird hier großspurig die neue große Hoffnung für den Melodic-Rock im Jahre 2008 angekündigt. Nach mehrfachem Hören muss ich sagen, dass die Aussage als solches gar nicht einmal so abwegig ist, auch wenn ich mich damit schwer tue hier bereits von brillant zu sprechen. Dafür sind doch die meisten Songs zu modern gehalten, mit tiefer gestimmter Gitarre und teilweise verzerrtem Gesang, was mit Sicherheit nicht jeder Fan melodischer Klänge sofort nachvollziehen kann oder auch will. Ziemlich sperrig kommen die meisten der Songs daher und entfalten ihre Pracht eigentlich erst nach mehrfachem Durchhören, wobei man aber auch ziemlich schnell kapitulieren und das Album einfach nur als Schrott bezeichnen kann, was einer ganz schmalen Gratwanderung gleichkommt. Kleine Highlights blinken im grandiosen „Your Time Has Come“ mit einem genialen Chorus oder auch im halbakustischen „Hard To Find“ durch, welche sich beide zu echten Hinhörern entwickeln. Ob das nun allerdings ausreicht um die Zukunft des Melodic-Rocks einzuläuten, darf getrost angezweifelt werden, dafür ist das alles noch nicht ausgereift genug. Hier sollte jeder Fan zuerst einmal selber ein bis zwei Ohren riskieren und nicht einfach blind zugreifen.
Fazit: Ob wir hier die Zukunft des Melodic-Rocks hören, muss jeder für sich selber entscheiden.
Tracklist:
Lineup:
1. Welcome Home
2. Killing Me Inside
3. Hard To Find
4. Right Here
5. Led Wait
6. You Make Me Weak
7. Your Time Has Come
8. Since You’ve Been Gone
9. What We’re Looking For
10. Time Killer
11. See Me Through
12. Won’t Let You Go/Lost Without You
13. It’s All Over
5.0 Punkte von Christoph (am 24.04.2008)
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musikalischer Background des Verfassers Melodicrock allgemein, AOR, True Metal, Prog-Metal
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