Der zweite Streich nach der Trennung von Michael Bormann ist zugleich der zweite Auftritt von Johan Fahlberg am Mikro von JADED HEART. Schon auf dem Vorgängeralbum „Helluva Time“ viel auf, dass der ehemalige Scudiero-Frontmann sich nicht hinter dem Erbe von Bormann verstecken musste, sondern durch seine ausdrucksstarke Stimme der Band eine frische und eigenständige Note verpasst.
So auch auf dem neuesten Longplayer mit Titel „Sinister Mind“. Schon gleich wird klar, dass die Mannen um Bassist Michael Müller und Drummer Axel Kruse es deutlich härter angehen lassen. Dadurch wirken die Songs zunächst etwas sperrig und schwer, was aber bei genauerem Hinhören nicht darüber hinwegtäuschen kann, dass man es hier mit absoluten Ausnahmemusikern zu tun hat! Der Opener „Hero“ prescht gleich vorweg, entfaltet im Vers eine raffinierte Piano-Hookline und steigert sich dann bis zum genialen Chorus – ein echter Knaller!
Der Titeltrack „Sinister Mind“ wird getragen von fast schon Metal-lastigen Riffs und schlägt im Chorus erneut mit geballten Backing-Vocals und einer grandiosen Melodie zu. „Going under“ beweisen JADED HEART, dass auch gestandene Melodic Rocker zum Headbangen taugen.
Weiterhin sind die abslouten Kracher-Songs „Open your eyes“ und „Heavenly devotion“ hervorzuheben. Beide Songs schlagen im Refrain dermaßen ein, dass man die Melodie nicht mehr aus dem Ohr bekommt!
Mit „My eager`s red“ und „To pleasure and give in” haben sich meiner Meinung nach leider auch zwei schwächere Songs eingeschlichen, könnte aber auch sein, aber es ist ja auch schwer, den hohen Standard zu halten, den die Band hier auffährt.
Mit „Hallucinate“ ist als vorletzter Song noch mal ein knallender Melodic-Song am Start, der mit Synthis beginnt und dann genial in das Gitarren-Riffing übergeht.
Obligatorische Ballade zum Ende? Fehlanzeige! JADED HEART geben ihrem neuen Album mit „Crush that fear“ einen brachialen Abschluss.
In der Produktion macht sich das Mitwirken von Michael Voss (Mad Max) und Chris Lausmann (ex-Bonfire) bemerkbar. Wen die Produktion ein wenig an Pink Cream 69 erinnert – kein Wunder! Kein geringerer als Dennis Ward hatte ebenfall sdie Finger im Spiel. Dieses Star-Ensemble hinter den Kulissen zahlt sich auf jeden Fall aus!
1. Hero
2. Justice is deserved
3. Sinister Mind
4. Going under
5. See the light
6. Open your eyes
7. My eager`s red
8. Always on my mind
9. Heavenly devotion
10. To pleasure and give in
11. Hellucinate
12. Crush that fear
9.0 Punkte von Shylock (am 29.09.2007)
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musikalischer Background des Verfassers Melodic Metal, Melodic Rock, AOR, Sleaze-Glam, Progressive, Power Metal
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