Ich bin bei myspace zufällig auf die Niedersachen Nachtblut aufmerksam geworden, die Musik hat mir gefallen und so hab ich ihr erstes, in Eigenregie veröffentlichtes, Werk Das Erste Abendmahl geordert, welches mir hier nun vorliegt. Nach mehrmaligem hören der Scheibe bin ich davon überzeugt dass es die Truppe schaffen wird sich einen großen Fankreis aufzubauen. Ich bin mir allerdings ziemlich sicher das dieser schon jetzt nicht mehr soo klein ist. Allein was ich in anderen Foren so gelesen hab, lässt dies vermuten.
Trotz der vielen Einflüsse, wie Rammstein, Eisregen und Cradle Of Filth, die von der Band selbst angegeben werden und welche auch zu hören sind, klingt ihre Musik dennoch ziemlich eigenständig. Am meisten fällt wohl der eisregenartige Gesang auf . Die 10 Songs die in etwas mehr als 41 min aus den Boxen rieseln machen Appetit auf mehr. Mir ging es jedenfalls so, das ich das Teil gleich nochmal hören musste. Die Scheibe klingt wie aus einem Guss und wird nicht langweilig auch wenn die Songs alle sehr ähnlich strukturiert sind. Das Album ist hart und metallisch, melodisch und ruhig und baut auch Atmosphäre auf. Sprich eigentlich ist alles vorhanden um ein Album zu machen was in fast jedes dunkel angehauchtes Genre passt. Sehr prägnant sind die kräftig treibenden Riffs die in keinem Song fehlen. Der Einsatz des Keyboards ist gut gewählt und sehr gut dosiert, so dass es nie nervig wird. Ein kleiner Schwachpunkt ist der Drumsound, welcher für meinen Geschmack etwas fetter sein könnte. Textlich geht es hier hauptsächlich um Tod und Sterben und um des Menschen tiefste Ängste. Ketzer, Schreckenschor, Des Kleinen Herzens Letzter Schlag Mein Absoluter Favorit auf der Scheibe ist Nie Gefragt, welcher wirklich eine Frage aufwirft(wenn auch auf eine andere Art und Weise, wie bei Nachtblut) die sich wohl die wenigsten von uns schon mal gestellt haben. Am besten gefällt der Gesang welcher mit rauen aber fast cleanen Vocals beginnt und sich dann zu einem zornigem Geschrei steigert. Zwischendurch kommt dann eine Flüsterstimme zum Zuge, was sehr gut zum Lied passt.
Fazit: Nachtblut liefern hier ein Scheibchen ab was die Szene eventuell aufhorchen lässt. Mit diesem Album im Rücken sollten die Osnabrücker „Schwarzheimer“ doch einen Label Deal ergattern können. Eisregen Fans sollten hier unbedingt zuschlagen, denn hier habt ihr ein Album das vielleicht spieltechnisch nicht mit Eisregens –Blutbahnen- mithalten kann aber text- und gesanglich schon. Ansonsten können hier auch all jene kaufen die einen weiteren Horizont aufweisen können als „nur“ Black Metal. 7,5 Punkte
Bestellen könnt ihr das Teil über diese mail: lymania@gmx.de
Tracklist:
Lineup:
1.Intro
2.Ketzer
3.Schreckenschor
4.Nie Gefragt
5.Heiliger Krieg
6.Mein Gebieter
7.Kindstod
8.Des kleinen Herzens Letzter Schlag
9.Augenschein
10.Blutgerüst
musikalischer Background des Verfassers fast alles
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