ARKHON INFAUSTUS sind in den vergangenen Jahren stets ein wenig an mir vorbeigegangen, was nicht daran gelegen haben kann, daß die Franzosen etwa zu wenig veröffentlicht hätten - das Gegenteil ist der Fall, wie man an der illustren Diskographie unten ablesen kann.
Bei Osmose-Veröffentlichungen ist das ja sowieso immer so eine Sache - mal hört man dort die genialsten Bands, mal hat man den Eindruck, daß auch des öfteren irgendwelcher Schrott gesignt wird, namentlich, wenn die betreffende Band - wie im vorliegenden Fall, dann auch noch aus Frankreich selbst stammt.
Bei ARKHON INFAUSTUS liegt die Wahrheit, bzw. das, was ich dafür halte, irgendwo in der Mitte, das heißt zunächst einmal nur, daß "Orthodoxyn" auf knapp 50 Minuten äußerst schwerverdauliche Kost enthält - komplexer derber Death Metal mit Black-Metal-Einflüssen und teilweisem -gesang.
Die Gitarren klingen richtig schön fies und der haßerfüllte Gesang kolportiert glaubhaft, daß ARKHON INFAUSTUS nicht geneigt sind irgendwelche Gefangenen zu machen.
Leider genügt all das nicht, um ein gutes Album zu machen und bei mir blöieb auch nach dem dritten Durchlauf nichts Wesentliches hängen, was ARKHON INFAUSTUS in irgendeiner Weise auf den metal-Olymp katapultiert hätte oder wenigstens dafür, daß ich mir das Album irgendwann mal wieder anhören würde.
Das Cover - schwarzgraues Artwork bzw. Schrift auf mittelgrauem Hintergrund; man kann absolut NICHTS sehen bzw. entziffern - hätte man sich glatt schenken können.
Anspieltip, absolut herausragend und meiner Meinung nach bestes Stück ist Numero 4, 'Behind The Husk Of Faith' - ein düsterer Kracher mit einem tollen Riff und herrlichem Grunz-Keif-Co-Gesang. Dieses Stück allein hievt das Album in den positiven Punktebereich.
Ich bin mit "Orthodoxyn" insgesamt gesehen leider nicht besonders warm geworden (die Songstrukturen sind mir einfach zu unausgegoren und zu chaotisch), aber das kann dem einen oder anderen von euch durchaus anders gehen, denn soundtechnisch und vom Zusammenspiel her gibt es nichts zu meckern - bei mir wollte eben nur der berühmte Funke einfach nicht überspringen - "Orthodoxyn" ist ein typisches Beispiel für eine "Pro-und-Kontra"-Scheibe, oder wie es auf neudeutsch heißt, ein "Cross-Review".
Ich bin gerne bereit mich dem zu stellen und vergebe 5,5 Punkte.
1. Trigrammaton
2. When They Have Called
3. Magnificat Satanas
4. Behind The Husk Of Faith
5. La Particule De Dicu
6. Narcofili Sancti
7. Evanggelion Youdas
8. Annunciation To The Holy Ghost
5.5 Punkte von WARMASTER (am 17.07.2007)
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musikalischer Background des Verfassers Death und Black Metal, 70er-Jahre Rock, Beat
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