Dem einen wird das Album schmecken und dem anderen wiederum nicht. Wen wundert es, schließlich ist es nun mal (wieder) der Josh Homme mit seiner Truppe. Zudem muss ich an dieser Stelle erwähnen, dass Chriss Goss, der langjährige Produzent, die Scheibe auch mitproduziert hat. Zählt er doch zu dem Ausnahmeproduzenten des Stoner Rock.
So viele Reviews man auch zu Gesicht bekommt, um so unterschiedlicher sind sie auch. Ich selbst konnte mich bei den ersten Hördurchgängen auch nicht so recht einigen, was „Era Vulgaris“ nun wirklich sein soll. Aber abschließend und noch lange nicht vollständig mit den Nerven am Ende als auch den Hördurchgängen, muss ich zugeben: es hat seine guten und seine schlechten Seiten. Bunt eben, wie es nun mal meist bei QOTSA der Fall ist?
Auch wenn mich der erste Track nicht vom Hocker reißt, so steige ich doch gleich in das typische Feeling von QOTSA mit „Sick, Sick, Sick“ ein. Kein Wunder, dass dies die erste Single. Es knallt und geht gut ab, eben unverwechselbar. Dies trifft auch auf die zweite Single „3´s & 7´s“ zu, ist zwar etwas verwirrender, aber trotzdem pfiffig und mit einem coolen Nirvanariff versehen. „I´m Designer“ dagegen ist zwar vielleicht gut gemeint, aber mir fehlt hier die gewisse Power. Doch dieser Drive und die Härte kommt dann wiederum bei „Battery Acid“ zum Einsatz. Zwar etwas chaotisch wirkend, aber mit den kurzen etwas ruhigeren Passagen an die Beatles erinnernd. „Make it wit chu“ ist dagegen ein absolut cooler und bluesiger Rocksong, passt! Deutlich langsamer wird es erst bei. „Suture up your Future“ – Bassgitarre geht gut ab, irgendwo werden dabei die Erinnerung an das Bassspiel von Ray Manzarek wach.
So verwirrend diese einigen hier beschriebenen Tracks auch klingen mögen, so bunt und chaotisch aber auf eigene Weise dennoch groovig und vor allen Dingen rockig klingt das Ganze auch. Wo wir mal wieder an dem Punkt angelegt wären, was eine Band wie Queens of the Stone Age ausmacht. Daher belasse ich es bei den einigen der direkten Song-Statements.
Zum Coverartwork und den dafür gewählten Bildern im Booklett möchte ich mich jedoch wirklich nicht äußern. Auch wenn die Idee eine CD im Look eines gebrauchten Vinylcovers darzustellen durchaus nicht schlecht ist. Ach so, der Bonustrack hat es ebenfalls in sich und wird wohl keinen (echten) Fan enttäuschen.
Fazit: Der eine mag es, der andere nicht. Nicht das beste Ding der Truppe, aber auch nicht schlecht. Queens of the Stone Age like!
Tracklist:
Lineup:
1. Turnin' on the screw
2. Sick, sick, sick
3. I'm designer
4. Into the hollow
5. Misfit love
6. Battery acid
7. Make it wit chu
8. 3's & 7's
9. Suture up your future
10. River in the road
11. Run, pig, run
12. The fun machine took a S***t & died (Bonus)
musikalischer Background des Verfassers ...sehr viel
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