Ken Hensley gehört mit Sicherheit zu einer der schillerndsten Figuren der 70er Jahre. Mit seiner Band Uriah Heep hat er Musikgeschichte geschrieben, die auch heute noch immer als eine der klassischen Bands der damaligen Zeit gilt. Alles hat diese Band damals erlebt. Vom kometenhaften Aufstieg aus einer Londoner Bar bis auf die großen Bühnen dieser Welt. Und für die damaligen Verhältnisse natürlich auch alles was mit dem Leben eines Rockstars so allgemein verbunden wird: Alkohol, Drogen und ein ausschweifendes Leben. Dass so ein Leben seinen Tribut fordert, musste Keyboarder Ken Hensley dann im Laufe der Jahre am eigenen Leib erfahren. Der Traum des Rockstars wurde für ihn zum Inbegriff des Sinns des Lebens, von falschen Freunden über falsche Entscheidungen („Honey, I really think it’s time for you to go solo“ (Doom 2)) geleitet, ging der Weg für ihn aber stetig bergab. Von Drogen und Alkohol gezeichnet verlor er sein Leben aus dem Blick und strauchelte. Schnell war das Leben als Star dahin und zeichnete sich fortan nur noch im Alleinsein ab. Freunde, Familie und das große Geld blieben auf der Strecke. Er hatte seinen Traum gelebt... und alles verloren.
Diese Geschichte, mit durchaus autobiographischen Zügen, arbeitet Ken Hensley in seinem neuen Album auf. Ohne ein Blatt vor den Mund zu nehmen, zeichnet er den Weg nach und verbindet damit sein eigenes Schicksal mit dem vieler anderer Bands der damaligen Zeit. Wer des Englischen mächtig ist, findet ergreifende und emotionelle Momente vor, die einen nachdenklich stimmen. Eindrucksvoll in Szene gesetzt und mit Gastsängern wie Jorn Lande, John Lawton und Glenn Hughes versehen, findet man hier von rockigen und treibenden Momenten („We’re On Our Way“, „You’ve Got It“ und „Okay (This House Is Down“) bis zu ergreifenden Balladen („Think Twice“ und „The Last Dance“) alles vor, was das Herz eines jeden Musikfreundes erfüllt. Mit „Blood On The Highway“ hat Ken Hensley nun sein Meisterstück gefunden und führt einmal erneut vor, dass man nur an seine Träume glauben muss, um diese auch in Erfüllung gehen zu sehen, aber nicht vergessen darf, dass der Weg steinig und voller Stolperfallen versehen ist.
Parallel zu dem Album wird auch im Herbst seine Autobiographie als Buchform erscheinen, die es bisher lediglich als englische Version auf dem Markt gibt.
Fazit: Hier hat er sein Meisterstück, auch in emotioneller Hinsicht, abgeliefert.
Tracklist:
Lineup:
1. (This Is) Just The Beginning
2. We’re On Our Way
3. Blood On The Highway
4. You’ve Got It
5. Doom (Scene 1)
6. It Won’t Last
7. Think Twice
8. Doom (Scene 2)
9. There Comes A Time
10. Okay (This House Is Down)
11. What You Gonna Do
12. Postscript
13. I Did It All
14. The Last Dance
9.0 Punkte von Christoph (am 24.05.2007)
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musikalischer Background des Verfassers Melodicrock allgemein, AOR, True Metal, Prog-Metal
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