Riot (USA) "Army of One" CD
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Auch Riot gehören zu den Bands die sich bereits 30 Jahre im Business tummeln, es aber nie geschafft haben, den ganz großen Erfolg zu bekommen. Mit ihren unzähligen Alben, voran auf jeden Fall die Klassiker „Narita“ (1979), „Fire Down Under“ (1981) und „Thundersteel“ (1988), haben sich die Jungs um Gitarrist Mark Reale eigentlich diesen Erfolg schon lange erarbeitet, aber aus irgendwelchen Gründen blieb der eben aus. Zeitlose Klassiker wie „Waiting for the taking“, „Kick down the wall“, “Sword and Tequila”, “Fire down under”, “Restless breed”, “Thundersteel” oder auch “Sign of the crimson storm” haben die Band für viele Fans unsterblich machen lassen. Leider hat die Band seit dem 88er „Thundersteel“ keinen richtigen Kracher mehr vorlegen können, dümpelte das meiste Material danach doch meist vor sich hin. Auch mit dem neuen Album „Army Of One“ wird sich dieser Umstand nicht groß ändern, denn auch diesmal fehlt der ultimative Song, der es schafft, das Album aus der Mittelmäßigkeit herauszuheben. Handwerklich ist alles im grünen Bereich und auch die Songs sind in Ordnung, aber ein ganz großes Manko ist die dünne und absolut nicht zeitgemäße Produktion. Gerade in dieser Musikrichtung spielt nun einmal die Produktion ein extrem große und wichtige Rolle. Was nützt das beste Songmaterial wenn eine platte Produktion das zu nichte macht? Songs wie das amtliche „Helpin’ hand“ oder auch „Blinded“ würden mit einer vernünftigen Produktion weitaus mehr überzeugen können. Sänger Mike DiMeo zeigt eindrucksvoll wieder einmal, dass er zu den Besseren seines Genres gehört. Mit seiner zweiten Band The Lizards um Drum-Legende Bobby Rondinelli drückt er auch seine Vielfältigkeit aus und zeigt, dass er absolut nicht limitiert auf Metal ist. Hier kann er sich stimmlich so richtig austoben. Songs im Stil der göttlichen Gov’t Mule finden sich hier und man sollte diese Jungs einfach einmal live erlebt haben, um zu wissen wovon ich hier schreibe.
So bleibt halt im Falle von Riot leider ein schaler Beigeschmack, der es sicherlich vielen Fans vermiesen wird das Album in seiner kompletten Spielzeit anzuhören. So was wird einer Kultcombo absolut nicht gerecht.
Fazit: Drucklos ohne den richtigen Saft macht das Ganze nur wenig Spaß.
| Tracklist: |
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Lineup: |
1. Army of one
2. Knockin’ at my door
3. Blinded
4. One more alibi
5. It all falls down
6. Helpin’ hand
7. The mystic
8. Still alive
9. Alive in the city
10. Shine
11. Stained mirror
12. Darker side of light
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5.0 Punkte von Christoph (am 26.10.2006)
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musikalischer Background des Verfassers Melodicrock allgemein, AOR, True Metal, Prog-Metal
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