Und hier sind sie wieder! Nur ein Jahr nach ihrer Monsterscheibe ’The code is red...’, hauen sie uns den nächsten Batzen Sozialkritik um die Ohren. NAPALM DEATH mit ’Smear campaign’. Fünfzehn Tracks (+ Intro) holzen sie runter als wenn es keinen Morgen gäbe.
Mit NAPALM DEATH scheint es wie mit den Weinen zu sein: Je älter desto besser.
Sicher gibt es noch immer die Leute, die behaupten ’Scum’ währe das NonPlusUltra. Auch wenn ich selbst Napalm Death seit diesem irren Debutalbum höre, muss ich trotzdem sagen: Sie werden immer geiler! Also, los geht’s:
War der Vorgänger etwas Death Metal-lastiger, so regiert auf ’Smear campaign’ wieder der so sehr geliebte Grindcore. Klar, Death Metal ist mittlerweile ein fester Bestandteil (z.B.When all is said and done, Short-lived, Shattered existence, Eyes right out) aber niemand außer NAPALM DEATH selbst hat die Gabe, Grindcore-parts so gekonnt unter zu schmuggeln, dass die hasserfüllten Death Metal-Geschosse mit so einer rotzig-dreckigen Art auf die 12 hauen, dass es eine wahre Freude ist.
Barney’s Growls gepaart mit den ’Nicht-von-dieser-Welt’-Screams schrauben auch dem letzten Hörer endgültig die Rübe ab. Mit ’Sink fast, let go’, ’Rabid wolves (for christ)’, ’Fatalist’ oder ’Warped beyond logic’ brettert man sich vom Allerderbsten durch die Botanik, gerade so, als wenn man noch immer so um die 20 wäre.
Die perfekte Mischung aus Grindcore, Death Metal und einer abgefuckten Punk-Attitüde gibt es in Form von ’Identity crisis’ und ’In deference’ zu bestaunen. Mit einer Leichtigkeit wird hier auf die Instrumente eingebrügelt, aber niemals der rote Faden verloren.
Grindcore mit System und zwar vom Allerfeinsten. Und wer die Sprecherin der Bahnhofsdurchsagen am Birminghamer Bahnhof schon vermisst, der wird vielleicht im Proberaum von NAPALM DEATH fündig. Dorthin scheint sich die holde Dame nämlich verlaufen zu haben und hat bei der Gelegenheit gleich mal bei ’In deference’ ein bisschen was ins Mikro gepustet.
Welche Energie NAPALM DEATH entfesseln können, stellen sie auch anno 2006 wieder einmal bestens unter Beweis. Mit ’Smear campaign’ lassen sie wieder mehr die Grindcore-Walze von der Leine und das ist auch gut so.
NAPALM DEATH sind und bleiben ein sicherer Garant für ausgezeichnete Alben. Hier weiß man noch, was man bekommt – PURE FUCKING DEATH/GRIND!
Tracklist:
Lineup:
1. Weltschmerz (intro)
2. Sink fast, let go
3. Fatalist
4. Puritanical punishment beating
5. When all is said and done
6. Freedom is the wage of sin
7. In deference
8. Short-lived
9. Identity crisis
10. Shattered existence
11. Eyes right out
12. Warped beyond logic
13. Rabid wolves (for Christ)
14. Deaf and dumbstruck (intelligent design)
15. Persona non grata
16. Smear campaign
musikalischer Background des Verfassers Death Metal (bevorzugt SwedenDeath), Thrash Metal, Stoner Rock, Power Metal, Hardcore, Doom Metal
X Aktuelle Top6
1. Buckcherry "Confessions"
2. Deez Nuts "Bout it"
3. Mortillery "Origin of extinction"
4. Mammoth Mammoth "III: Hells likely"
5. Six Feet Under "Undead"
6. Acid Witch "Witchtanic hallucinations"
X Alltime-Klassix Top6
1. Iron Maiden "Alles"
2. Bolt Thrower "The IV crusade"
3. Dismember "Like an everflowing stream"
4. Carnage "Dark recollections"
5. Grave "Into the grave"
6. Unleashed "Shadows in the deep"
[ Seit dem 22.10.06 wurde der Artikel 4962 mal gelesen ]