Alveran Records sollte eigentlich mittlerweile in Metalcore- wie auch den Metalkreisen bekannt sein. Vor allem, da kein 08/15-Metalcore von ihnen vermarktet wird sondern des Öfteren sogar richtig geile Death Metal-Brocken wie z.B. End of Days.
Jetzt haben sie sich eine neue Band angelacht und in ihrem Sortiment untergebracht.
PURIFIED IN BLOOD sehen genauso aus wie man sich die Metalcore/Hardcore-Generation jetzt vorstellt. Tätowiert bis zu den Lauschlappen rauf, Camouflage-Pants und Mützerl am Kopf. Was dagegen so gar nicht in diese Schublade passt, ist der Schriftzug, das Cover, die Tracktitel; auf den Band-Pics wird in Mötley Crüe-, Slayer-, Iron Maiden- und Exodus-Shirts gepost und ’last but not least’ die Mucke selbst!
Fangen wir mal beim Titel an: REAPER OF SOULS klingt mehr nach den Kinder Bodoms oder einer anderen x-beliebigen Death Metal-Combo als nach einer Hardcore orientierten Band. Dazu kommt, dass das Cover + Logo stark an die 80iger-Jahre Thrash/Power Metalscheiben erinnert und die Tracklist könnte von Slayer sein. Auszug gefällig?
Kein Problem: Unmarked graves, Endless evil, Skulltwister, Possessed by death, um nur mal einige zu nennen. Und wer würde hinter diesen Titeln schon vegane Straight Edge-Lyrics vermuten? ;-)
Mittlerweile wirst du dich sicher fragen, wie PURIFIED IN BLOOD denn nun klingen.
Die 6 Jungs aus Norwegen schrauben einem die Birne mit Old-School Thrash Metal, angereichert mit vereinzelten Breakdowns, die Bangerrübe von den Halswirbeln.
Es wird gebrettert was das Equipment hergibt. Schneller Thrash Metal mit Iron Maiden-mäßiger Eingängigkeit wie bei ’Unmarked graves’, ’Dying age’ oder ’The last day’ sind keine Seltenheit. Die Produktion ist klar und furztrocken und macht aus Tracks wie ’Gates of Gehenna’ oder ’Skulltwister’ wahre Nackenbrecher vor dem Herrn. Und als ob das noch nicht genug wäre, streuen PURIFIED IN BLOOD noch vereinzelt Blastbreaks ein um endgültig alles weg zu fegen, was der Eroberung des Thrash Metal-Throns im Weg steht.
Als Orientierungshilfen seien genannt: Hypnosia, Witchburner, alte Kreator, Witchery oder Deathchain. Ersetze die Solis durch zeitgerechte und druckvolle Breakdowns und du hast eine Vorstellung, welchen Schädelspalter in Form vom ’Reaper of souls’ du in deinem CD-Player entfesselst!
8.0 Punkte von Meaningless (am 28.04.2006)
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musikalischer Background des Verfassers Death Metal (bevorzugt SwedenDeath), Thrash Metal, Stoner Rock, Power Metal, Hardcore, Doom Metal
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