Weiter geht es mit Scheibe Nummer zwei der vier neu aufgelegten Necromantia-Alben, wie alle anderen drei auf 1000 Stücker limitiert.
Zwei Jahre nach ihrem Debüt „Crossing The Fiery Path“ meldeten sich die gitarrenlosen Griechen Necromantia 1995 also zurück, um der Welt ihr Zweitwerk „Scarlet Evil, Witching Black“ zu präsentieren. Ein wenig scheint es so, als hätten Necromantia aus den Schwächen ihres doch sehr unausgegorenen Erstlings gelernt und sich als goldene Regel vor allem hinter die Ohren geschrieben, dass man, wenn man als Schwarzmetallcombo schon keine Gitarren benutzt, wenigstens eine anständige Atmosphäre kreieren muss. Das machen die Griechen auf den acht Songs auch, verbreiten viel dicken Pathos im Geiste Bathorys, wissen zudem durch größtenteils wirklich gelungenen, okkulten Black Metal zu gefallen, dessen Bassgitarre räudiger rumpelt als manche „herkömmliche“ Gitarre. Angemerkt werden sollte hier jedoch, dass sich sowohl stilistisch als auch produktionstechnisch nicht viel getan hat, noch immer sind die Stücke von einer sehr rohen, ursprünglichen Aura umgeben, die den sinistren Keyboardwällen, dem kehligen Geknurre und dem abermals überwiegend schleppenden bis flotten Black Metal der Südeuropäer besser zu Gesicht steht als noch zwei Jahre zuvor. Wie schon erwähnt zitieren die in ihrer Besetzung mehr als unbeständigen Griechen gerne einmal die Urväter Bathory, bemühen sich in Stücken wie „Pretender To The Throne“ jedoch vermehrt um einen eigenen Stil, eine eigene Nische, sie sie sich langsam aber sicher einzurichten beginnen. Noch immer darf man auch „Scarlet Evil, Witching Black“ weder kompositorische Höchstleistungen noch wirklich bahnbrechenden Black Metal-Kult erwarten, jedoch bewiesen Necromantia, dass man mit den im Vergleich zum Debüt identischen Zutaten durchaus bessere Resultate erzielen kann, als es „Crossing The Fiery Path“ dokumentierte. So dürfte vorliegende Scheibe für Anhänger alter, mysteriöser Black Metal-Platten durchaus ihren Reiz besitzen, auch wenn abermals das furchtbare Cover, diesmal zusätzlich auch die grausige Interpretation des Manowar-Gasssenhauers „Demon’s Whip“, ignoriert werden muss. Eine Band auf ihrem eigenen Weg…
6.5 Punkte von Björn Springorum (am 26.02.2006)
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musikalischer Background des Verfassers Ganz klar aus dem frostig-kalten Black Metal kommend, jedoch ist eine starke Tendenz zu elektronischen Klängen harscher Natur und folkigen Klängen überaus sanfter Natur zu erkennen...fügt man nun noch eine Prise Yann Tiersen dazu...voila!
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