Alles begann im sommerlichen Florida des Jahres 2004. Gitarrist Peter Scheithauer machte sich zwischen der Siesta unter Palmen, heißen Drinks und noch heißeren Mädchen ein paar schöne Tage im Studio und entwickelte ganz entspannt ein paar Riffs und Melodien, ohne so recht zu wissen, was er damit eigentlich anfangen wolle. Irgendwann merkte er, dass das, was da so nach und nach entstand, gut zu seiner alten Band Killing Machine passen würde, die er bereits nach dem ersten Album aufgegeben hatte. Peter dachte kurz darüber nach, ein paar seiner alten Mitstreiter zusammen zu holen, um die ganze Sache aufzunehmen. Schnell wurde ihm jedoch klar, dass es ihm nach einem Neuanfang verlangte, nach leidenschaftlichen Musikern mit einer echten Passion für Heavy Metal. So schickte er sein Material einfach an einige Leute, deren Kunst er selbst verehrte, um zu sehen, wie sie darauf reagieren würden. Als Sänger entschied sich Peter für Helstar Legende und Ex Seven Witches Fronter James Rivera, der kurzerhand den ganzen Kram samt Gesang zurück schickte und damit genau den Nerv des Vorarbeiters traf. Die Auswahl eines Bassisten fiel verhältnismäßig leicht. Dave Ellefson (natürlich Ex-Megadeth) hatte schon für Helstar produziert und spielte mit Peter bereits bei Temple of Brutality zusammen. Wie üblich zog sich die Suche nach einem geeigneten Drummer ein wenig hin. Von denen gibt es einfach viel zu wenige auf der Welt. Mit Jimmy DeGrasso konnte man dafür einen absoluten Top Mann verpflichten. Für die Produktion beauftragte man Bill Metoyer, und so verlagerte Peter sein Schaffen von einem malerischen Sonnenflecken der USA in einen anderen. Metoyers Studio liegt bekanntermaßen im wunderschönen Los Angeles. Auf diese Weise entstand ein starkes US Metal Album sehr traditioneller Prägung. Peter verlangte es jedoch nach mehr, und so ersann er ein paar Maiden und Priest artige zweistimmige Gitarrenparts und Solo Duelle. So benötigte er einen weiteren Gitarristen, den er in Juan Garcia fand. Um das ganze noch einmal zusammen zu fassen: Neben Scheithauer agieren hier also die Herren Rivera, Ellefson, DeGrasso und Garcia an den Instrumenten. Bei dieser Aufzählung dürfte jedem klar sein, dass sich „Metalmorphosis“ auf höchstem technischen Niveau bewegt. In dieser Hinsicht ist also alles im grünen Bereich. Und so gilt auch für Killing Machine genau das, was für die meisten All Star Projekte gilt: Die Musik ist gut, teilweise sogar genial, versprüht aber nicht das gleiche Feuer, die gleiche Leidenschaft und den gleichen Charme wie die aus Blut und Schweiß geborene Scheibe einer gewachsenen Formation. Musik für den Kopf, nicht für den Bauch. Das ist zunächst einmal keine eindeutige Wertung. Denn es gibt sicher Stimmungslagen, in denen „Metalmorphosis“ genau das richtige ist. Dennoch wird mich ein solches Produkt nie zu einer Höchstwertung bewegen können. So ist „Metalmorphosis“ das, was es sicher auch sein soll: ein solides, sehr gut gemachtes Heavy Metal Album, das man eine Weile gern haben wird – das aber nach acht oder zehn Umdrehungen ins Archiv wandert. Da sollte es jeder US Metal Fan aber auch auf jeden Fall stehen haben. Und deswegen sei es euch zum Kauf empfohlen.
7.0 Punkte von Christian (am 26.02.2006)
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musikalischer Background des Verfassers Maiden, Epic Viking Metal, Doom Metal, True Metal, Heavy Metal, Power Metal, Old School US Metal, 80ies Thrash
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