Krisiun (Brasilien) "AssassiNation" CD
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Brasiliens schnellste und brutalste Band meldet sich mit einem neuen Album zurück.
Das Biest aus dem Dschungel – gemeint ist der Großstadtdschungel Sao Paolo – macht einmal mehr keine Gefangenen auf „AssassiNation“, dem frisch eingeprügelten Dreiviertelstünder.
KRISIUN sind zusammen mit ihren Landsmännern REBAELLIUN ein Phänomen in Sachen harsch und kompromißlos: Seit über einem Jahrzehnt steht „Krisiun“ als Markenzeichen wie ein Fanal für schnellen brachialen und überaus brutalen Knüppel-Death-Metal alter Schule.
Ihr Sound ist ebenso bodenständig wie unverwechselbar.
Und an diesen bewährten Trademarks hat sich auch auf dem vorliegenden Longplayer nicht allzuviel geändert: KRISIUN klingen auch im sechsten Jahr des neuen Jahrtausends ultrakompromißlos, seismobrutal und vor allem schnell, sehr sehr sehr schnell.
Die mächtigen Gitarren, Alex’ tiefes Gegrunze und die stakkatoartigen Maschinengewehrdrums nageln dich schnell an die nächste Yucca-Palme – und bevor du richtig Luft holen kannst, rollt bereits das nächste alles vernichtende Geschütz heran – Volltreffer !
Rotglühende Geschosse wie gleich die ersten beiden Tracks auf dem Album brechen schlagkräftig Genicke wie Streichhölzer – wahrscheinlich muß man in einem überhitzten Mega-Moloch wie Sao Paolo leben, um derart aggressive Wut in Songs umzusetzen. Dazu werde ich die Burschen demnächst mal im Interview befragen ...
Und hier liegt für mich auch der sprichwörtliche Hund begraben: Für mein Empfinden übertreibt es das Trio mittlerweile ein ganz klein wenig – 45 Minuten pures Hochgeschwindigkets-Knüppelmassaker sind zwar ganz schön und sorgen für gepflegtes Ohrenbluten, aber irgendwie fehlt mir zwischendrin öfters mal eine klitzekleine Verschnaufpause, und wenn es nur für die Dauer eines unheilvollen Intros* oder für ein Gitarrensolo wäre – ein langsames Stück wäre sowieso Blasphemie ...
Das ist jedoch wie so vieles Geschmackssache und die meisten von euch Knüppel-Maniacs da draußen werden das Album ob seiner immensen Durchschlagskraft lieben und vergöttern.
* Die beiden Instrumentalstücke ‚Doomed’ und ‚Summon’ sind hier nur wie der berühmte Tropfen auf den heißen Stein und sorgen nicht wirklich für Beruhigung.
Als Schmankerl gibt es abschließend obendrauf noch das ziemlich cool gewordene MOTÖRHEAD-Cover ‚Sweet Revenge’.
Anmerkung: Auf meiner Promo-CD waren noch drei Video-Clips mit drauf.
Sound und Coverartwork sind wie gewohnt vom Feinsten – das Teil wandert jetzt ins Auto ...
Ganz klar das bisher mit Abstand brutalste Album anno 2006 – 8 Punkte.
Tracklist:
01. Bloodcraft
02. Natural Genocide
03. Vicious Wrath
04. Refusal
05. H.O.G. (House Of God)
06. Father’s Perversion
07. Suicidal Savagery
08. Doomed
09. United In Deception
10. Decimated
11. Summon
12. Sweet Revenge
Bonus Enhancements:
- Vicious Wrath (Video-Clip)
- Hatred Inherit (Live-Video)
- Murderer (Live-Video)
Line-Up:
Alex Camargo – Vocals, Bass
Moyses Kolesne – Guitar
Max Kolesne – Drums
Diskographie:
1993: Unmerciful Order (MCD / Dynamo Records)
1995: Black Force Domain (CD / Dynamo Records / GUN Records)
1998: Apocalyptic Revelation (CD / GUN Records)
2000: Conquerors Of Armageddon (CD / Century Media Records)
2001: Ageless Venomous (CD / Century Media Records)
2003: Works Of Carnage (CD / Century Media Records)
2004: Bloodshed (CD / Century Media Records)
2006: Live Armageddon (CDVD / Metal Mind / Century Media Records)
2006: AssassiNation (CD / Century Media Records)
8.0 Punkte von WARMASTER (am 17.02.2006)
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musikalischer Background des Verfassers Death und Black Metal, 70er-Jahre Rock, Beat
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