„A new dawn“ ist das Debüt einer italienischen Power Metal Band, die ihre Wurzeln im klassischen Heavy Metal a la Iron Maiden, Helloween, Queensryche und Helloween sieht. So zumindest steht es Infoblatt. Welche beiden „Helloweens“ sie meinen, weiß ich dabei nicht so genau. Vielleicht die mit Hansen und Kiske. Oder die mit Kiske und Deris? Oder war das nur ein Tippfehler? Der sei verziehen, ich mache bestimmt auch noch einen. Jedenfalls weiß ich gar nicht genau, wie viele der letzten Promotion Schreiben in den letzten sechs Monaten mit diesem ersten Satz begannen.
Den klassischen Power Metal bereichern Orion Riders mit Trompeten, Violinen und sonstigem orchestralen Krams und biedern sich somit ein wenig beim Symphonic Metal an. Immerhin haben die Stiefelländer mit „Brothers of another time“ und „Leave“ zwei Demos vorzuweisen, was auf eine vernünftig gewachsene Band schließen lässt.
Diesen positiven Eindruck kann dann auch die Musik bestätigen. Schnell wird klar, dass natürlich auch hier die Kiske Ära der Kürbisköppe die Grundlage für den Sound einer weiteren italienischen Melodic Speed Metal Band ist. Doch im Vergleich zu anderen Kollegen, die wie die Reiter des Orion (oder sind es die Reiter vom Orion?) auf orchestrale Klänge setzen, klingen Joe Lombardo (voc), Antonello Condorelli (git), Riccardo Failla (git), Carmelo Siracusa (bass) und Tony Zappa (drums & keys) zumindest instrumental sehr nach den Hamburgern. Außerhalb der Orchesterparts erinnert auch das Songwriting an Helloween. Iron Maiden konnte ich hier im Übrigen nirgends entdecken. Das war wohl Wunschdenken.
Etwas besonderes wird eigentlich nicht geboten. Mal geht es schnell, mal sehr schnell, mal balladesk zur Sache. Dennoch mag ich mir „A new dawn“ gern anhören. Die Orion Riders unterscheiden sich nämlich in einer Sache von ihren Kollegen. Sie sind bei allem, was sie tun, ein klein wenig besser als die meisten ihrer Landsleute. Nicht viel, nur ein ganz kleines bisschen. Irgendwie sind die Songs kompakter und gehen besser ins Ohr. Irgendwo sind da doch ein oder zwei Ideen, die man so noch nicht gehört hat. Und da ich in der letzten Zeit die meisten guten Italo Jodler mit sieben Punkten abgespeist habe, gibt es hier eben sieben und einen hallben. Anspieltipp: „Leave the shades behind“, bei dem man in der Tat etwas Queensryche auf dem Ohrlappen zu spüren glaubt. Sehr gelungenes Stück Musik, dieser Song.
7.5 Punkte von Christian (am 29.01.2004)
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musikalischer Background des Verfassers Maiden, Epic Viking Metal, Doom Metal, True Metal, Heavy Metal, Power Metal, Old School US Metal, 80ies Thrash
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