Coronatus (Deutschland) "Terra Incognita" CD
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Mit „Terra Incognita“ veröffentlichen die aufstrebenden deutschen Symphonic Metaller von Coronatus ihr nunmehr viertes Album und schaffen es dabei, einen gehörigen Sprung nach vorne zu machen und ihre letzten Scheiben mit Leichtigkeit zu übertreffen.
Von den zahllosen anderen Kapellen ihres Genres unterscheidet sie dabei vor allem, dass man es hier mit gleich zwei Sängerinnen zu tun hat, was ganz klar für Wiedererkennungswert sorgt. Während Sopranistin Ada Flechtner bereits über Erfahrung mit der Band verfügt und auf der 2008er Scheibe „Porta Obscura“ zu hören ist, wurde als zweite Vokalistin Mareike Makosch im August letzten Jahres rekrutiert. Der zarte, schwebende Sopran von Ada harmoniert dabei bestens mit der etwas tieferen, kräftigen Stimme Mareikes, die in Deutsch, Englisch und Lateinisch gehaltenen Texte werden überzeugend rübergebracht.
Soll natürlich nicht heißen, dass dies das einzig Erwähnenswerte wäre, nein, denn „Terra Incognita“ bringt auch sonst alles mit, was ein gutes Gothic Metal-Album ausmacht. Neben jeder Menge Pathos wäre das natürlich ein solides Grundgerüst aus kräftigem Bass und krachender Gitarre, die mit eingängigen Riffs, aber auch leicht verspielt vorausmarschiert. Zahlreiche Takt- und Rhythmuswechsel verhindern, dass Langeweile aufkommt, und produzieren eine durchaus komplexe Soundstruktur. Dazu gibt es selbstverständlich noch unterstützende Chöre und viel Orchester. Deutlich hervorgetreten ist außerdem die anhaltende Folk-Attitüde, welche mit Flöten und Gefiedel die Standardmischung verfeinert und vor allem „Fernes Land“ – nebenbei Singleauskopplung und mit nettem Video auf der Bandhomepage zu bestaunen – zu einem echten Ohrwurm und Anspieltipp machen. Aber auch mit „Vor der Schlacht“ oder „Hateful Affection“ werden bombastische und epische Hymnen abgeliefert.
Fazit: „Terra Incognita“ ist ein durch und durch gelungenes Album, dass auch nach dem zehnten Durchlauf noch begeisternd und aufregend ist und ganz klar den (vorläufigen) Höhepunkt dieser Band darstellt. Vor allem macht die Scheibe aber deutlich, dass auch in einem so ausgelatschten Genre wie dem Gothic Metal noch so einiges geht und noch lange nicht alle Möglichkeiten ausgelotet wurden. Dringend zu empfehlen!
| Tracklist: |
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Lineup: |
01. Terra Incognita
02. Saint Slayer
03. Fernes Land
04. Dead Man's Tale
05. Sie stehn am Weg
06. Vor der Schlacht
07. Hateful Addiction
08. Der Kleriker
09. Das zweite Gesicht
10. In Signo Crucis
11. Der letzte Freund
12. Traumzeit
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8.0 Punkte von Laughing Moon (am 02.01.2012)
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musikalischer Background des Verfassers Dark Metal, Gothic Rock/Metal, Folk
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