Nachdem man nun knappe 4 Jahre nicht mehr allzuviel gehört hat von DARK FUNERAL, kommen sie nun mit neuem Album und der "Declaration Of Hate Tour" wieder ins Musikzentrum Hannover. Im Vorprogramm stehen ZONARIA, CARACH ANGREN und NEFARIUM.
Ein sehr spärlich besuchtes Musikzentrum nahm die Tour scheinbar recht gelassen auf und so füllte sich die Hütte irgendwie sehr langsam und dann auch wieder garnicht so richtig. Obs am eigenartigen Wetter lag oder mit dem Wochentag zusammenhing, lässt sich nur spekulieren. Ich für meinen Teil beschuldige das schwache Line-Up für die recht leere Halle. Zwar sind die 3 Supports musikalisch nicht schlecht, jedoch auch nicht gerade das überzeugendste Argument, die Kohle auszugeben um sich an einem Dienstagabend ein recht kurzes DARK FUNERAL Konzert anzusehen.
Den Anfang machten NEFARIUM, die mit einem 30 Minuten Gig dafür gesorgt haben, interessant zu werden, jedoch nicht so richtig hängen bleiben konnten. Die Band sollte man allerdings noch ein Weilchen reifen lassen und weiterhin beobachten, da sich Garghuf (ex-Gorgoroth, Enthroned) in ihren Reihen befindet.
Die im Anschluss daran spielenden CARACH ANGREN haben mit knappen 20 Minuten nur ein Leckerli hingeworfen, nachdem sich allerdings niemand so wirklich bücken wollte. Ihr ziemlich melodisch und melancholisch angehauchter Blackmetal ist gespickt mit flotten Keyboards und klingt aber doch irgendwie recht eintönig. Zu guter letzt blieben noch ZONARIA, die mit einer längeren Spielzeit und etwas mehr Abwechslung trotzdem nicht gerade für überschäumende Begeisterung der Zuschauer sorgen konnten, die immer mehr den Eindruck vermittelten, kein anderes Interesse als DARK FUNERAL zu haben. ZONARIA waren meiner Meinung allerdings der stärkste Support, weil sie sich vom typischen Blackmetal des Abends abhoben. Mehr Schwerpunkte auf Deathmetal und brachiale Riffs und Growls, bringen die nötige Balance um sich auch nach einem Album der Band umzuschauen.
Mehr als 15 Jahre sind DARK FUNERAL jetzt im Geschäft und lassen ordentlich die Sau raus. Mit Klassikern wie "The Arrival Of Satans Empire" und "An Apprentice Of Satan" zeigen sie von Beginn an, wer hier der Herr im Hause ist. Leider war es das auch schon mit den älteren Knallern. Und nach einer knappen Stunde und irgendwie nicht so richtig aufkochender Stimmung war das Konzert auch leider schon wieder vorbei. Schade eigentlich. Das letzte Mal als die Blackmetal Götter in Hannover waren gab es doch schon einiges mehr zu hören und zu sehen. Nicht nur ich war der Meinung, dass zu einem guten DF Konzert Knaller wie "Hail Murder" oder "Open The Gates" gehören. Ich hoffe, dass man die nächsten Male etwas mehr Zeit mitbringt, und dann nicht nur das neue Album runterspielt, sondern auch ein paar flotte Zugaben im Gepäck hat.
Alles in Allem ein gelungener aber nicht überzeugender Abend im Musikzentrum.
geschrieben am 08.04.2010 von Creepybastard
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musikalischer Background des Verfassers Wurzeln im Hard Rock und Heavy-True-Power Bereich, mittlerweile hauptsächlich Thrash, Death und Blackmetal
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