Timmy, who the f … ist Timmy?
Aber zunächst eins nach dem anderen. Montag 01. Februar in der proppevollen Color Line Arena, Hamburg startet DAUGHTRY als Vorgruppe den Gig von Nickelback. Chris Daughtry war bei der US-Casting-Show „American Idol“ in 2006 als Viertplatzierter hatte aber bereits mit vier anderen Musikern eine Band unter Vertrag. Das Debütalbum „Daughtry“ wurde unterstützt von bekannten Musikern, wie Brad Arnold von 3 Doors Down, Slash von Guns N' Roses oder Chad Kroeger von Nickelback – aha!-, hier schließt sich dann wieder der Kreis als Vorband.

Dementsprechend fungierte Daughtry auch mehr als Warm Up und machte aus dieser Funktion auch keinen Hehl, indem Frontmann Chris immer wieder das Publikum nach Nickelback rufen ließ. Immerhin hat die Band bereits Top Ten- Platzierungen und „It's Not Over“ diente der ARD als Einspielmusik für Wintersportberichte.
Das Potential war erkennbar, musikalisch dicht an Nickelback und Creed – aber heute nur eher Regionalliga.
Die Champions League startete dann mit einem fulminanten Böller zu einer fast zweistündigen Show der Gebrüder Kroeger von NICKELBACK, allen voran Chad in Form des amerikanischen Entertainers. Chad verspricht, angesichts des kalten Winterwetters die Sonne scheinen zu lassen. Und, mit Funkenregen, Feuerfontänen, bunten Flammen und mächtigen Kanonenschlägen hält er Wort! Die Show ist geprägt von einer bewundernswerten Professionalität, sowohl spielerisch instrumental, als auch das Entertainment von Chad Kroeger.
Satter Bass, Gitarrenriffs und Grooves ohne Ende. Sauberer Klang selbst mit Ohrenstöpseln (die Empfehlung des Abends!). "Rockstar", "Far Away", "How You Remind Me," “Gotta Be Somebody”, „Photograph“ (mit etlichen Bildern aus dem Leben der Band, des Publikums des Abend als auch der Stadt Hamburg) oder "Too Bad" was das Radio so hergibt, aber auch “Burn It To The Ground” als Antwort, auf die bösen Zungen, die Nickelbad weichgespült bezeichnen. Da wurden mit Kanonen T- Shirts in die Menge geschossen und kostenlos Bier verteilt – allerdings im Wurf – Fang – Modus, so dass einige der hübschen Mädels in der Menge nicht nur gut aussahen, sondern auch prima dufteten! Kanadische Show der gröberen Art eben.

Drummer Daniel Adiar fährt mit seinem Schlagzeug in die Höhe und dreht sich hin und her, während er minutenlang wie ein Besessener (Zitat von Chad: „Hi’s having Sex“) das Schlagzeug malträtiert; geprägt von Standards, aber absolut sauber und sehr kraftvoll.
Und dann war da noch Timmy! Aushilfsgitarrist und Keyboarder, ebenso spielsicher wie die Kollegen der Band und mit eigener Fangemeinde, die ihn mit einem Poster im „Southpark“- Stil gegenüber Nickelback hochleben ließen. Was Chad dazu bewogen hat, Jimmy spaßig immer wieder Hopp zu nehmen. Zwar erkennbar als Bestandteil der Show, doch unterhaltsam wie alle Sprüche und Vorträge von ihm, das Publikum kauft ihm gerne den Spielwitz und die Spielfreude ab und geht mit.
Fazit: Ein – einschließlich Vorband Daughtry – gelungener Abend hinsichtlich der musikalischen Vorstellung, als auch des Entertainments, geprägt von einem charismatischen Chad Kroeger und einer absoluten Professionalität – die Jungs wussten, was sie Ihrem Publikum für den Eintritt schuldig waren und haben es auch umgesetzt.
In eigener Sache: Nicht minder professionell auch die Ausführung durch den Veranstalter Karsten Jahnke Konzertdirektion reibungslos, kompetent und freundliche Gesichter begleiteten Publikum und Presse durch das Konzert, dafür ein besonderer Dank.

Tracklist NICKELBACK in Hamburg, 1.2.2010 (ohne Gewähr):
Siym
Because Of You
Photograph
Figured You Out
Savin´Me
Far Away
Gotta Be Somebody
If Everyone Cared
If Today Was Your Last Day
Rockstar
Burn It To The Ground
Drum Solo
How You Remind Me
Too Bad
Zugaben:
Someday
Animals
Diesen Live-Bericht hat Matthias verfasst!

|