Wacken Open Air 2004 in Wacken, Kreis Steinburg am 04.08.2004
Wacken – der Höhepunkt jeder Open Air Saison. Ich war dieses Jahr auf insgesamt vier Veranstaltungen. Jede einzelne für sich war großartig. Doch Wacken ist einfach das Topereignis des Jahres. Vielleicht ist es der Kult um dieses Festival, das 2004 seinen 15. Geburtstag feiert. Vielleicht ist es die Vielzahl an hervorragenden Bands, die von den Veranstaltern immer wieder aufgeboten wird. Vielleicht sind es die alten Freunde, die man jedes Jahr wieder trifft. Ich weiß es nicht. Wacken ist einfach Wacken. Und das bedeutet Heavy Metal Heaven.
Dabei gibt es weiß Gott genug kleine Ärgernisse. Immer weiter steigende Preise, viel zu große Menschenmengen, Böhse Onkelz und was weiß ich nicht alles ließen uns auch 2004 wieder überlegen, ob wir uns denn wirklich auf nach Schleswig Holstein machen. Wir haben es getan und werden es sicher auch noch in 10 Jahren tun. Wacken gehört zum Sommer einfach genau so dazu wie ein Biergarten oder italienisches Eis. Ein Sommer ohne Wacken wäre ein verlorener Sommer. Und das wollen wir doch alle nicht. Zumal die Veranstalter dieses Jahr organisatorisch wirklich alles richtig gemacht haben. So sehr man sich auch bemüht hat: Es gab wirklich nicht den geringsten Ansatz zur Kritik. Weiter so, WOA Team!!!
Mittwoch, 04.08.
Das alljährliche Treffen standesgemäßer Abordnungen von Bangerinnen und Bangern jeweils aus Hannover und Kiel fand dieses Jahr am Mittwoch bereits um 13 Uhr statt. Die ersten Biere wurden bereits auf dem liebgewonnenen Parkplatz Kaaksburg kurz vor dem eigentlichen Metal Mekka geköpft, alte Freundschaften erneuert und erste Pläne für das, was kommen sollte, geschmiedet. Dann ging es endlich in einem großen Convoy gemeinsam Richtung Wacken Open Air. Die Autoschlange am Einlass war ziemlich nervig. Vor allen Dingen wurden unsere ca. 18 Fahrzeuge getrennt und mussten sich ziemlich mühsam auf dem Campinggelände sammeln. Dort trieben wir allerdings einen freundlichen Ordner auf, der unsere gesamte Meute über das Gelände zu einem zwar recht abgelegenen, aber wunderschönen Campingplatz führte, der für die nächsten Tage unsere Heimat sein sollte. Nachdem die Zelte aufgebaut und die Grills angeschmissen waren, schoss man sich so langsam mit heimischem Pils ins Nirwana. Coole Party auf jeden Fall. Um 20 Uhr konnte man schon einmal zum Biergarten hufen, um dort auf der Jim Beam Stage die FIREFIGHTERS BAND WACKEN zu begutachten. Das war niemand anderes als die ortsansässige Feuerwehrkapelle, die unter dem tosenden Beifall der Meute ihre größten Hits zum Besten gab. Dabei hatten die einzelnen Musiker einen tierischen Spaß und bedankten sich nicht selten mit der Pommesgabel. Kein Wunder. Ich denke mal, dermaßen sind sie bisher noch nie abgefeiert worden. Strange, aber Kult.
Donnerstag, 05.08.
Nach den ersten Guten Morgen Bieren konnte am Donnerstag endlich das Vorgelände erkundet werden. Erst einmal war Bändchenholen angesagt, das sich in Wacken immer erfreulich unkompliziert gestaltet. Danach konnten wir feststellen, dass die Händlermeile dieses Jahr auf das Vorgelände verlegt worden war. Das bedeutete, auf dem eigentlichen Konzertgelände waren neben Fress- und Saufbuden nur offizielle Merchandise Stände und die Aufbauten der offiziellen Labels, Mailorders und Magazine. Gute Regelung, wie ich finde. So konnte man sich am Donnerstag schon mal nach ein wenig Schnick Schnack umsehen und natürlich den Metal Market stürmen. Der war wie immer recht komplett. Leider war es dort sehr heiß, so dass wir noch einmal zurück zum Zelt mussten, um unseren körpereigenen Bierhaushalt aufzufüllen. Dadurch verpasste ich ZODIAC MINDWARP, was mich aber nicht sonderlich störte. Pünktlich zu MOTÖRHEAD waren wir auf dem Hauptgelände, und uns traf erst einmal der Schlag. Eine unglaubliche Menschenmenge machte es quasi unmöglich, einigermaßen nahe an die Bühne zu gelangen. Glücklicherweise habe ich Motörhead schon reichlich häufig gesehen, und so begnügte ich mich mit einem Platz an einem Bierstand, wo ich ein paar Leute zum Quatschen hatte und ansonsten den Gig in Ruhe aus der Ferne verfolgen konnte. Alles in allem machten Lemmy, Phil und Mickey Dee einen soliden Eindruck und Hits wie „No voices in the sky“, „Killed by death“ und „Ace of Spades“ machen einen Auftritt vor einer derartigen Masse an Fans sicher zu einem Spaziergang. Die BÖHSEN ONKELZ hörte ich mir nur noch von weitem an. Als Metal Fan interessiere ich mich nicht sonderlich für Deutschrock.
Freitag, 06.08.
Am Donnerstag war für mich musikmäßig ja noch nicht allzu viel dabei. Deswegen war ich am Freitag umso heißer darauf, endlich ein paar coole Bands zu sehen. Und ich sollte nicht enttäuscht werden. Heiß war im übrigen auch an jedem Tag das Wetter. Ich glaube, einmal am Samstag hatte sich eine Wolke vor die Sonne verirrt. Sonst gab es täglich die volle Dröhnung gelbes Licht. Das verlangte natürlich nach entsprechender Kühlung von innen, die mit eiskaltem Cola / Jim Beam auch herrlich besorgt wurde. Nach dem Frühstück begann der Tag dann endlich mit CATHEDRAL auf der Black Stage. Die Mannen um Lee Dorrain machten zweifelsohne einen tadellosen Job und Songs wie „Vampire Sun“ und „Ice Cold Man“ vom aktuellen Probot Projekt vertrieben die Müdigkeit aus den altersschwachen Gliedern. Dennoch bevorzuge ich eine Band wie Cathedral in einem kleinen verrauchten Club zur mitternächtlichen Stunde. Derart tonnenschwere Musik ist einfach nichts für ein großes Festivalgelände, wenn zudem die Sonne im Zenit steht.
So ging es rüber zur True Metal Stage und auf zu Jutta WEINHOLD. Als großer Verehrer der Zed Yago Alben musste ich mich doch sehr wundern, wie mir der Auftritt dieser Band auf den Sack ging. Das lag vor allen Dingen an den grauenhaft gekreischten Ansagen der Frontfrau, die für diese frühe Morgenstunde einfach zu nervig waren. Da man sich musikalisch größtenteils in Belanglosigkeiten verstrickte, wandte ich mich ein wenig den umliegenden Promoständen zu. Irgendwann begab ich mich zum ersten Mal zur W.E.T. Stage in den Headbangers Ballroom, der in Form eines Zeltes diesmal auf dem Hauptgelände stand. Dort boten vor viel zu wenig Leuten die Newcomer ASTRAL DOORS einen mitreißenden Set mit Überhammern wie „In prison for life“ und natürlich dem „Cloudbreaker“. Schwedische und deutsche Metal Fans lagen sich in den Armen und waren sich einig, dass alle, die gerade ihre Zeit mit den Verstümmelungsorgien von Mayhem vor der Black Stage verbrachten, irgendwie einen in der Schüssel haben mussten. Auf jeden Fall gelang es Ausnahmesänger Patrik Johansson mühelos, die Zuhörer schon einmal auf die großartigste Stimme der Metal Szene vorzubereiten, die knappe vier Stunden später die Hauptbühne mystifizieren sollte. Um 18 Uhr stand mit GRAVE DIGGER endlich das erste Highlight für mich auf dem Programm. Die Jungs spielten einen gewohnt guten Set, wenn man mal von ein paar Problemen bei diversen Soli absah. Aber hey, ich denke mal, auch Musiker wollen in Wacken ein wenig feiern und Spaß haben. So seien ein paar kleine Spielfehler verziehen. Bei „Knights of the cross“,„In the dark of the Sun“, „Rebellion“ und „Heavy Metal breakdown“ stieg die Stimmung schnell auf den Siedepunkt und das Bier floss in Strömen. So soll Heavy Metal sein.
Wow, nun hieß es aber erst einmal Luft holen, ein wenig setzen, mal wieder was trinken und vielleicht einen der leckeren Burger genießen, die es jedes Jahr von diesem netten rotgelben Stand zu erstehen gibt. Und dann war es auch schon so weit: Ronnie James DIO, Meister aller Drachen und Regenbögen, Herrscher über den epischen Heavy Rock und herausragendster Sänger dieses Zeitalters betrat die Wacken Bühne. „Man on a silver mountain“ war ein würdiger Einstieg und spielte innerhalb von Sekunden alles an die Wand, was bis dahin an den letzten drei Tagen über die diversen Bühnen des Wacken Open Air gefegt war. Mein Gott, wie schafft es dieser Mann überhaupt, aus den unzähligen Hits aus seinem Repertoire eine Setlist zusammen zu stellen? Wer kann schon böse sein, dass göttliche Songs wie „The last in line“ oder „All the fools sailed away“ fehlten, wenn dem Klassiker wie „Don’t talk to strangers“, „Sign of the southern cross“ und „Rock’n’Roll Children“ gegenüber stehen? Ich hätte mich natürlich auch gefreut, wenn wenigstens ein oder zwei Songs des starken neuen Materials von der „Magica“ und der „Killing the dragon“ vertreten gewesen wären. Aber bei diesen Festival Gigs geht man wohl auf Nummer sicher und beschränkt sich auf die Klassiker. Sei’s drum. Dio verwandelte Wacken mit einem ruhmreichen Feldzug in sein eigenes Königreich.
Dann war es Zeit, Rockgeschichte zu schreiben. Craig Goldy hatte gerade seinen letzten Akkord gespielt, und so wandte ich mich dem nächsten Bierstand zu, um die verlorene Flüssigkeit nachzufüllen. Auf einmal betrat jemand die Bühne und forderte uns auf, noch ein wenig zu bleiben und ihm zu zuhören. Moment mal, dachte ich, die Tatoos kennst Du doch? Kein geringerer als Mr. JOEY DEMAIO stand da am Bühnenrand und hielt eine Laudatio über seinen Kollegen Ronnie James Dio. Wer einmal auf einem Manowar Konzert war, weiß genau, dass es für das Halten von Reden keinen besseren gibt als Joey. Und so erzählte der Bassgott uns leidenschaftlich über seine Bewunderung für das dreißigjährige Schaffen von Dio, wie sehr es ihn selbst, Manowar und die gesamte Rock und Metal Szene immer wieder inspiriert hat. Dio sei über ein gesamtes Zeitalter Vorbild und Idol für alle Musiker und Fans gewesen. Sein Lebenswerk habe den Metal entscheidend geprägt („You’ve written the book of Heavy Metal! I have read it…”). Und für dieses Lebenswerk überreichte Joey dem kleinen Frontmann einen Schild mit zwei gekreuzten Schwertern. Es war einer dieser Gänsehautmomente, die man nie in seinem Leben vergessen wird. Eine Legende begegnet einem Gott und zollt ihm stellvertretend für das gesamte Volk Tribut. Die Metal Welt verneigte sich ehrfürchtig vor einem ihrer größten Idole. Einfach unglaublich.
DORO konnte mich nach diesen erheben Momenten nicht mehr wirklich begeistern. Ihre Songs führte sie dieses Mal mit Orchester auf. Das war zwar zwei bis drei Songs lang ganz spannend, letztendlich aber eine ziemlich maue Angelegenheit. Lustig vor allen Dingen, wie die mir ansonsten auf jeden Fall sympathische Doro in den Magazinen versucht zu erklären, warum ihr Orchesterprojekt etwas völlig anderes ist als die bisherigen Gehversuche der Konkurrenz. Was für ein Schwachsinn. Glauben die Musiker eigentlich, was sie da erzählen? Das rockte jedenfalls nicht. Vielleicht hätte Doro mittags spielen und den Platz zur Maintime für Cathedral frei machen sollen. Zumal es wirklich peinlich war, mit BLAZE BAILEY als Maiden Frontmann dritter Klasse noch „Fear of the dark“ zum besten zu geben. Herrgott, dass ist ein Bruce Song, und für jeden echten Maiden Fan ist die Blaze Ära ein ziemlich dunkles Kapitel. Wobei seine Solo Werke sicherlich cool sind. Aber deren Tracks kennt wohl kaum jemand, und daher bieten sie sich für eine solche Aktion nicht an. „Breaking the law“ wurde auch noch verhunzt. Der Obergau wäre es gewesen, wenn nun der Ripper statt dem Halford auf die Bühne gewackelt wäre. Aber diesen Job übernahm Frau Pesch selbst. Na ja, als das Orchester dann endlich verschwunden war, kam es noch zur WARLOCK Reunion. So lange es bei diesem Gig bleibt, lasse ich mir das auch gefallen. War eine nette Party, vor dem Rückzug zum Zelt noch mal zu den alten Klassikern „Hellbound“, „True as steel“ und „Burning the witches“ abzufeiern.
Nun verlangte es mich doch ein wenig nach heimischem Pilsener, und so entgingen mir die derzeitigen Allesabräumer AMON AMARTH. Die haben laut Hörensagen mal wieder in gewohnter Weise die Abrissbirne in Form eines Thorshammers ausgepackt und so dem Freitag einen würdigen Abschluss bereitet.
Samstag, 07.08.
Der Vortag hatte es wirklich in sich. Und in der Nacht wurde ich auch noch von zwei Ladies aus dem wohlverdienten Schlaf gerissen, weil noch nicht alle Biere auf den Campingtischen vernichtet waren. Das konnte natürlich niemand zulassen, und so wurde es recht früh. Damit begann der Samstag für mich erst mit ANTHRAX gegen drei Uhr nachmittags. Ich bin kein Freund des aktuellen Materials der Band um Scott Ian. Doch was die Jungs da in Wacken geboten haben, war aller erste Metal Championsleague. Megahart, unglaublich tight und mit viel Energie feuerten sie alte und neue Raketen wie „Caught in a mosh“, „Indians“, „Antisocial“, „Only“ und „Save home“ ins staunende Publikum. Beide Daumen in den sonnigen Himmel für die Amerikaner.
NEVERMORE konnten mich bei ihrem letzten Auftritt in Hamburg nicht überzeugen. Ein schlechter Sound, Musiker mit wackeligen Knien und eine miese Songauswahl machten diesen Gig zu einem Ereignis, an das ich nicht gern zurückdenke. An der schlechten Songauswahl hatte sich auch in Wacken nichts geändert. Wo waren Hymnen wie „Sanity Assassin“ oder „Passenger“? Zumindest muss ich der Band aus Seattle zu gute halten, dass sie dieses Mal hellwach und technisch absolut auf der Höhe war. Und dem Publikum schienen neue Standards wie der Titelsong des Albums oder das göttliche „Heartcollector“ auszureichen. Es feierte Warrel Dayne und Co. jedenfalls gehörig ab. Nun war es Zeit, mal wieder in den Ballroom zurück zu kehren und mit RECKLESS TIDE einen klasse Necomer zu supporten. Die Hannoveraner bewegen sich zielsicher in eine erfolgreiche Zukunft. Mit ihrem Auftritt in Wacken haben sie einen weiteren wichtigen Schritt in die richtige Richtung getan. Ihr energiegeladener Thrash Metal, der sehr stark von dem fantasievollen Wechselspiel der beiden Shouter lebt, konnte mit viel Charisma und Eigenständigkeit die anwesenden Fans beeindrucken. Überzeugende Leistung von den Herren und der Dame (Susanne Swillus an der einen Gitarre).
Die Zeit bis zum nächsten Highlight saß ich gemütlich mit einem Bier in der Hand vor der Party Stage ab. Dort spielten gerade THUNDERSTONE einen soliden Gig. Ihr schneller und melodischer Metal konnte mich nicht wirklich zum Aufstehen animieren, kam bei der recht großen anwesenden Menge aber sehr gut an. HELLOWEEN hatten uns für ihren Gig wenigstens einen Suprise Guest versprochen. Und wer die Aussagen von Michael Kiske in der jüngsten Presse gelesen hatte, wusste, dass es ein anderer ehemaliger Kürbiskopf sein musste, der uns dieses Jahr mal nicht mit seiner eigenen Band beehrt, sondern sich auf einen Gastauftritt beschränkt. Doch zunächst einmal zum Gig von Hamburgs Finest. Meister Weikath schien etwas überdreht und nervte mit unkomischen Zwischenrufen. Das war es aber auch schon mit der Kritik. Helloween zockten ein spielfreudiges Set mit einer guten Songauswahl. Allein der Einstieg mit „Starlight“ und „Keeper of the seven keys“ brachte die Sympathien der Zuschauer ein. Auch neuere Stücke wie „If I could fly“, „Hey Lord“ und „Sun for the world“ wurden dankbar aufgenommen. Die Alltime Klassiker „Dr. Stein“ und „Eagle fly free“ komplettierten einen sehr kurzweiligen Gig. Und dann war es Zeit für eine weitere lebende Legende. KAI HANSEN betrat die Bühne und donnerte mit seinen alten Freunden „Future world“ und „How many tears“ ins Publikum. Schön zu sehen, dass man sich auch wieder vertragen kann und sogar Andy Deris mitzog. Der durfte weiter singen, und so stand einem denkwürdigen Gastauftritt nichts mehr im Wege. Klasse Kürbisshow. Danke, Jungs.
Für CHILDREN OF BODOM war am Samstag die beste Zeit der Black Stage reserviert, und die Finnen wurden den Erwartungen gerecht. Angeblich sollen 5000 Crowdsurfer während dieses Gigs gesichtet worden sein. Und das sagt wohl alles. Mit „Hate Me!“, „Towards Dead End“, „Deadnight Warrior“, „Needled 24/7“, „Children Of Bodom“ oder dem genialen „Hate Crew Deathroll“ empfahlen sich Children of Bodom für noch weit größere Aufgaben, die sicher auf diese Band zukommen werden.
Mit SAXON hieß es dann beinahe schon Abschied nehmen vom Wacken 2004. Im Jahr der Special Guests wollten auch die Briten nicht hinten anstehen und begrüßten neben CHRIS CAFFERY Destructions SCHMIER und Veranstalter THOMAS JENSEN auf der Bühne. Saxon spielten einen sehr ausgedehnten Set mit allen Hits und viel Spaß für die Fans der Band. Das bin ich nur bedingt. So holte ich noch einmal am Bierstand etwas Luft und begab mich ein letztes mal zur Party Stage.
Dort zeigten sich mit SCHANDMAUL Deutschlands Shooter im Bereich des Mittelalter Rock einem zunächst kritischen und sehr bald begeisterten Publikum. Die Livequalitäten von Schandmaul sprechen sich immer mehr herum, und so war es vor der Bühne für die späte Stunde doch extrem voll. Ich hatte die Herren und zwei Damen erst vor ein paar Wochen gesehen. Und demnächst sind sie schon wieder bei uns in der Gegend zu Gast. So zog ich mich wehmütig zum Zelt zurück. Gern hätte ich mir noch J.B.O. gegeben, aber so langsam wollten die Beine nicht mehr. Und schließlich muss man am nächsten Tag auch wieder Auto fahren. Ein, zwei gemütliche Gute Nach Bier am Zelt durften es noch sein, dann ging es ab in die Heia.
Sonntag, 08.08.
So, dass war es wieder gewesen. Nun begann das nervige Abbauen und der Kampf durch den alljährlichen Rückreisestau. Wenn man auf den Campingplätzen E, F oder G zeltet, kann man bequem hinten raus fahren und muss erst auf der Autobahn ins Schritttempo verfallen. Vorher gaben uns noch die Omis aus dem Nachbardorf ein von der Pommesgabel unterstütztes „Bis zum nächsten Jahr!“ mit auf den Weg. Jawoll, Ladys, darauf könnt ihr wetten. See you next year. Rain or shine.
geschrieben am 13.09.2004 von Christian
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musikalischer Background des Verfassers Maiden, Epic Viking Metal, Doom Metal, True Metal, Heavy Metal, Power Metal, Old School US Metal, 80ies Thrash
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