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Queens Of Metal Festival in Kleinwenkheim am 18.-20.06.2009

Meine diesjährige Outdoor-Saison beginnt an einem bewölkten Freitagmorgen mit der Fahrt zum Queens Of Metal Festival in Kleinwenkheim. Die Wetterberichte der letzten Tage verheissen für Unterfranken an diesem Wochenende nichts Gutes, aber trotzdem bleibt es ausser einigen kurzen Schauern überwiegend warm und trocken. Nach Erledigung der üblichen Formalitäten bin ich zu NEURASTHENIA auf dem Gelände. Die Italiener sind kurzfristig für BONDED BY BLOOD eingesprungen. Auf diese Band habe ich mich gefreut, denn wenn man sich schon nach einem EXODUS-Klassikeralbum benennt…aber NEURASTHENIA stehen ihren verhinderten amerikanischen Kollegen kaum in etwas nach. Es regiert klassischer Bay Area Thrash Metal, und schon kommt Bewegung in die ersten Reihen. Songs wie „Go Fuck Themselves“ oder „Assassination“ klingen zwar sehr nach den einschlägigen Vorbildern, aber die Show geht gut ab und die Thrasher im Publikum haben ihr erstes Highlight gesehen.
Im Anschluss daran kommen die Anhänger des klassischen Heavy/Power Metals zu ihrem Recht. Den Anfang machen ORDEN OGAN, die melodischen Metal im Stile der 90er Jahre zum Besten geben. Eingängige Rhythmen wechseln mit chorähnlichen Passagen, wodurch Songs wie „Winds Of Vale“, „Angels War“ und „To New Shores Of Sadness“ auch live eine Atmosphäre wie auf CD entwickeln.
Als weitere Vertreter der deutschen Metalszene folgen SACRED STEEL. Ihr letztes Album liegt ja schon eine Weile zurück, aber noch vor Ende 2009 soll mit „Carnage Victory“ ein neuer Silberling via Massacre Records unters Volk geschmissen werden. Bis dahin gibt es die von den Pforzheimern gewohnte Kost: traditioneller Heavy Metal ohne Schnörkel und mit hohem Gesang. Titel wie „Stormhammer“, „Wargods Of Metal“ oder „Sacred Bloody Steel“ strotzen halt nur so vor Klischees, aber egal, man muss sie lieben oder hassen. Den meisten jedenfalls hat es gefallen…
Mit POWERWOLF betritt dann eine rumänische Band die Bretter. Das Bühnenbild ist ganz auf das Vampir-Image der Südosteuropäer abgestimmt, in deren Sound man auch Einflüsse der Schweden MERCYFUL FATE erkennen kann. Neben langsamen Stücken wird auch die eine oder andere Power Metal-Kante gefahren, so dass die Zuschauer einen abwechslungsreichen Auftritt geboten bekommen. Schmunzeln kann man nach jedem Song, wenn der Sänger sich mit „Vielen Dankeschön“ beim Publikum bedankt. Insgesamt eine stimmungsvolle Vorstellung, nach der ich erstmal Richtung Zeltplatz zwecks Abendessens gehe.
Zu WHITECHAPEL kann ich daher gar nichts sagen, aber pünktlich zu FUELED BY FIRE bin ich wieder vor Ort. Wenn man es nicht schon vorher wüsste, könnte man am Outfit erraten, welchem Stil die Amerikaner frönen: Blue Jeans, Kutten, dazu weisse, halbhohe Turnschuhe. Sie sehen nicht nur aus wie TESTAMENT und EXODUS in den 80er Jahren, nein, sie spielen auch so! Zu Songs wie „Thrash Is Back“, „Betrayal“ und „Massive Execution“ tobt Pit vor der Bühne. Leider ist nach einer Stunde schon Schluss…



Nun werden die Klänge wieder moderner, denn die Reihe ist an NEAERA, dem Co-Headliner des heutigen Abends. Das Gelände hat sich seit FUELED BY FIRE merklich gefüllt, so dass die Münsteraner vor stattlichen Menge beginnen können. Es scheinen viele Fans wegen ihnen da zu sein, denn egal welchen Song von welchem ihrer drei Alben auch immer sie spielen, lauter Applaus ist den Jungs am Ende sicher. Die Mischung aus Death Metal und Core zündet auf alle Fälle bei den meisten Anwesenden, so dass NEAERA das Publikum ordentlich ausgepowert für den Headliner zurücklassen.
Jetzt ist es an ILLDISPOSED, noch einen draufzusetzen. Die Dänen sollten ja eigentlich schon 2008 hier antreten, mussten aber aufgrund von Besetzungsproblemen kurzfristig absagen. Egal, heute sind sie da und lassen in den folgenden 80 Minuten ihren walzenden Death Metal auf die versammelte Gemeinde los. Ich bin mit dem Material der letzten beiden Bands nicht so vertraut, deswegen kann ich hier keine Songtitel nennen. ILLDISPOSED spielen sich souverän durch ihren Set und lassen immer wieder den einen oder anderen lustigen Spruch vom Stapel, wenn der Frontmann über dänische Nutten im allgemeinen und über ILLDISPOSED im besonderen schwadroniert. Mittlerweile ist es nach 01.00 Uhr, also wird es langsam Zeit, sich Richtung Zeltplatz zu bewegen, denn die Nächte sind noch recht kalt.




Samstag, 20.06.2009

Den durchaus hörenswerten Auftritt des Openers PATH OF DEVASTATION kriege ich mit einem Ohr aus dem Frühstückszelt mit. Die jungen Kerle spielen Death Metal und locken um 10.30 Uhr schon einige Leute vor die Bühne.
SCHARBOCK sind dem Metalcore zugetan, den sie mit deutschen Texten versehen. Das Aggressionspotential in den Songs ist entsprechend hoch. Als Vergleich fällt mir spontan HÄMATOM ein.
DAVIDIAN, ebenfalls aus Deutschland, orientieren sich mehr am Thrash Metal der 90er Jahre. Bei Songs wie „40 Days“ oder „Judas Cross“ kann man schon eine gewisse Nähe zu MACHINE HEAD konstatieren.
Nun ist traditioneller Power Metal angesagt, denn DRAGONSFIRE sind an der Reihe. „Devils Road“ und „Rebellion“ sind der Startschuss in die nächsten knapp 40 Minuten. Die Leute kommen so langsam aus ihren Zelten gekrochen und kriegen noch mit, wie sich DRAGONSFIRE mit „Burning For Metal“ und „Wings Of Death“ verabschieden.
Im Anschluss daran geben die Veranstalter zwei Absagen bekannt: ULTRAWURSCHT und CONTRADICTION werden nicht spielen. Die Zeit nutze ich, um etwas auf den Grill zu schmeissen und mich anschliessend auszuruhen, denn irgendwie war die Nacht zu kurz…
Von HACKNEYED bekomme ich noch die zweite Hälfte ihres Sets mit. Die jungen Burschen feuern aggressive Death Metal/Grindcore-Granaten wie „Axe Splatter“, „Bonegrinder“ und „Gut Candy“ ins Publikum, das den Ball dankbar aufnimmt.



Um viertel nach Vier ist es dann endlich an der Zeit, die Fuldaer Old School-Thrasher WITCHBURNER wieder mal in Augenschein zu nehmen. Im Line Up hat sich etwas getan, denn Gründungsmitglied Tankred Best (Gitarre) ist seit einiger Zeit wieder mit an Bord. Auf WITCHBURNER haben heute nicht wenige gewartet, denn schlagartig füllt sich der Raum vor der Bühne. Der Einstieg ist gut gewählt: „Immortal Fighters“ und „Bloody Countess“ vom 2005er Album sorgen für ausgelassenes Headbanging in den ersten Reihen und einen bis zum Ende des Auftritts währenden Moshpit. Die neueren Songs „Blood Of Witches“ und „Thrashing Rage“ halten die Flamme am Kochen. Nach „Final Detonation“ und „Hexenhammer“ neigen sich 40 unterhaltsame Minuten dem Ende entgegen. Doch die Fans verlangen lautstark nach einer Zugabe, die sie in Form von „German Thrashing War“ postwendend erhalten.



Nach diesem Old School Thrash-Gewitter betreten ENEMY OF THE SUN die Szenerie. Hierbei handelt es sich um die Band von Waldemar Sorychta, der in der Vergangenheit unter dem Banner GRIP INC. mit Dave Lombardo eine Truppe am Start hatte. Wie dem auch sei, variabler Thrash Metal steht nun auf dem Programm. Waldemar & Co. können mit Songs wie „Life’s Based On Conflicts“ und „Burning Bridges“ die Zuschauer auf ihre Seite ziehen und werden nach 45 Minuten mit wohlwollendem Applaus verabschiedet.
CATARACT habe ich nicht gesehen, weil ich zu dieser Zeit beim Abendessen war. Von DREAM EVIL erhasche ich die letzten 15 Minuten ihres Auftritts. Die Schweden haben sich dem True Metal verschrieben und lassen vor allem Lyrisch kein Klischee aus. Eingängige Melodien stehen klar im Vordergrund und lassen so Tracks wie „The Book Of Heavy Metal“ und „Chasing The Dragon“ angenehm ins Ohr gehen.
Dann ist es soweit, TANKARD, die unverwüstlichen Verteidiger des deutschen Reinheitsgebotes aus Frankfurt, entern von Sprechchören gefeiert die Bühne. Los geht’s mit „Zombie Attack“ und „The Morning After“, schon tobt der Mob. Die 60 minütige Thrash Metal Party kann nun nicht mehr gestoppt werden. Auch hier ist der Mosh-Pit fast nonstop zugange, egal ob „Chemical Invasion“ oder „666 Six Packs“ erklingen. Gerre zeigt zwischendurch mit witzigen Ansagen und Anekdoten wieder mal seinen Sinn für Humor. Den obligatorischen „Ausziehen! Ausziehen!“ kommt er natürlich nicht nach. Gelächter brandet auf, als Gerre erzählt, dass Frank Thorwarth als Navigator völlig versagt und TANKARD auf der Fahrt von Frankfurt nach Kleinwenkheim einen mehrstündigen Umweg beschert hat. Eine Stunde Spielzeit ist für diese Band fast schon zu wenig, aber was soll’s, am Ende sorgen die Hymnen „Freibier“ und „Empty Tankard“ für die Mobilisierung der letzten Reserven bei Fans und Musikern.
Danach wird seitens der Veranstalter die nächste Änderung bekanntgegeben. MISERY INDEX sind verspätet eingetroffen, so dass JON OLIVA’S PAIN, der eigentliche Headliner, nun vor den Amerikanern dran ist. Um 22.00 Uhr ertönt beim Mountain King vor grosser Kulisse der Startschuss. Man kann ja wahrlich nicht über Jon Oliva sprechen, ohne dabei nicht SAVATAGE zu erwähnen. Jon hat natürlich genügend Songs seiner Band im Programm, aber die richtigen Bringer sind die alten SAVATAGE-Nummern wie „Of Rage And War“ und „Hall Of The Mountain King“. Spätestens bei „Sirens“, „Edge Of Thorns“ und „Gutter Ballet“ läuft mir und sicher den meisten Anwesenden ein kalter Schauer über den Rücken, der nun rein gar nichts mit den sinkenden Temperaturen zu tun hat.
Von MISERY INDEX habe ich mir aufgrund der ungemütlichen äusseren Bedingungen nicht mehr den ganzen Gig anschauen können. Die Amerikaner schleudern wütenden Death Metal/Grindcore in die schwindende Menge. Bei Songs wie „Theocrazy“, „The Arbiter“ und „Traitors“ trifft Technik auf Raserei. Nach einer halben Stunde klinke ich mich aus, denn langsam wird es zu kühl.

Fazit:

Auch dieses Jahr hat das Queens Of Metal bei allen Beteiligten für jede Menge Spass gesorgt. Das letztjährige Problem mit dem überfüllten Campingplatz durch Besucher ohne Eintrittskarte hat man dieses Mal gut in den Griff bekommen. Auch sonst konnte man wirklich nichts aussetzen, von daher: vielen Dank an die Organisatoren für ein kleines, aber feines Festival!

geschrieben am 29.06.2009   von Armin
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