Fiddlers Green in Bad Salzschlirf, Kulturkessel am 18.10.2008
Wie ich mich doch täuschen kann! In der trügerischen Annahme, dass FIDDLERS’S GREEN doch sicher eine Vorgruppe dabei haben werden, zumal das Konzert schon um 20.00 Uhr beginnen soll, lasse ich mir etwas Zeit. Als ich um 20.45 Uhr am Ort des Geschehens eintreffe, habe ich dusseligerweise schon die ersten 45 Minuten der Erlanger verpasst. Der Kulturkessel liegt inmitten des Kurviertels zwischen Kliniken und Parks, von daher muss hier ab 22.00 Uhr Ruhe herrschen, damit die Kurgäste nicht aus ihren Betten fallen. Da hätte ich eigentlich auch selber draufkommen können, Mist! Was ich im Anschluss bis zum Zapfenstreich von FIDDLER’S GREEN gesehen habe, hat mich aber voll überzeugen können. Die Jungs kommunizieren ständig mit dem Publikum und legen eine Spielfreude an den Tag, die sich sofort auf die ca. 150 Anwesenden überträgt. Kein Wunder, denn flotte Rhythmen a la „Irish Air“ und „Mary’s Wedding“ sind dazu geeignet, auch dem letzten Trauerkloss ein Lächeln in die Mundwinkel zu zaubern. Die Fans vor der Bühne tanzen jedenfalls ausgelassen bis zum Ende und lassen die rotkarierten Röcke wirbeln.
Einzelne Balladen wie „Long Gone“, zu der manche Feuerzeuge geschwenkt werden, sorgen für gelegentliche Verschnaufpausen. Dafür geht es dann in bester Speedfolk-Manier beim Gassenhauer „The Night Pat Murphy Died“ wieder voll zur Sache. Im Anschluss daran teilt Ralf Albers das Publikum vor dem Mischpult in zwei Hälften. Die einen traben gehorsam an die linke, die anderen an die rechte Seite des Saales. Ich staune. Soll das jetzt etwa eine Wall Of Death auf einem Folk-Konzert werden? Ganz so arg wird es nun doch nicht, denn durch diese Gasse schreiten einige Musiker die Reihen der Fans ab. Der Titelsong des aktuellen Albums „Drive Me Mad“ läuet dann so langsam das Ende eines mitreissenden Auftritts ein, der nach 120 Minuten seinen Abschluss findet. Eine der Zugaben war „Folk’s Not Dead“. Das kann man bedenkenlos unterschreiben. Und beim nächsten Mal werde ich pünktlich sein. Versprochen!
Viele Grüsse an:
Ina (Absolut Promotion)
Rainer (Megapress)
geschrieben am 26.10.2008 von Armin
(NEU!!!!)Über den Artikel diskutieren:
Druckversion des Artikels:
Artikel an Kumpel versenden:
musikalischer Background des Verfassers Thrash-, Speed-, Death- und Black-Metal, Mittelalter-Mugge
X Aktuelle Top6
1. Ensiferum "Victory Songs"
2. Gernotshagen "Märe aus wäldernen Hallen"
3. Troopers "Bestialisch"
4. Turisas "The Varangian Way"
5. Witchburner "Blood Of Witches"
6. Excrementory Grindfuckers "Bitte nicht vor den Gästen"
X Alltime-Klassix Top6
1. Slayer "Reign In Blood"
2. Metallica "Master Of Puppets"
3. Slayer "Hell Awaits"
4. Anthrax "Among The Living"
5. Overkill "Taking Over"
6. Metallica "Ride The Lightning"
[ Seit dem 26.10.08 wurde der Artikel 2419 mal gelesen ]