Eisregen, Transilvanian Beat Club, Hämatom, Nachtblut in Bad Salzungen, KW 70 am 26.09.2008
Alle Jahre wieder treten EISREGEN zum Heimspiel in Bad Salzungen an. Heute Abend haben sie nicht nur ihre obligatorische Supportband TRANSILVANIAN BEAT CLUB, sondern auch ihr brandneues Album „Knochenkult“ mit im Gepäck. Als wir um kurz nach Acht am KW 70 ankommen schallt uns „Blutgerüst" entgegen, denn NACHTBLUT haben ihren Set bereits begonnen. Ihr Auftritt ist wesentlich stimmungsvoller als noch vor zwei Monaten, denn heute spielen sie nicht bei 30 Grad Aussentemperatur in gleissender Mittagssonne auf dem Eisenwahn-Festival, sondern in einem fast abgedunkelten Club von künstlichen Nebelschwaden umweht. Dieses Feeling wird durch „Heiliger Krieg“ und das schaurige „Kindstod“ weiter aufrechterhalten. Die Fans gehen gut mit und quittieren jeden Song mit verdientem Applaus. Zum Schluss werden zu „Ketzer“ passenderweise noch ein paar Bibeln zerrissen, dann ist nach kurzweiligen 45 Minuten leider schon Schluss. Aus meiner Sicht ein gelungener Auftritt der Niedersachsen!
Eine knappe halbe Stunde später ertönt das Lied von der Biene Maja und somit heisst es: Bühne frei für HÄMATOM! Ich bin ja nun wirklich kein Fan von Metalcore bzw. Nu Metal und das aktuelle Werk „Wut“ ist bei mir im Vergleich zum Vorgänger „Nein“ ziemlich schlecht weggekommen. Trotzdem muss ich den Jungs bescheinigen, dass sie live alles gegeben haben. Der Opener „Los geht’s“ ist da ein geeigneter Startschuss, denn schon kommt Bewegung in die Reihen vor der Bühne. Die maskierten Musiker toben 45 Minuten über die Bretter und halten die Anhängerschaft mit „Butzemann“ und „Ihr kotzt mich an“ weiter auf Betriebstemperatur. Den Abschluss bildet erwartungsgemäss „Leck mich“, bei dem die Fans den Refrain mitschmettern können. Wie gesagt, mein Fall ist es nicht so, aber wer auf diese Spielart steht, der ist bei HÄMATOM sicher voll auf seine Kosten gekommen.
Nun wird es Zeit für TRANSILVANIAN BEAT CLUB. Wer die Band noch nicht kennt, dem sei gesagt, dass es eines von mehreren Nebenprojekten (u.a. noch EWIGHEIM) einiger EISREGEN-Musiker ist. Die nächsten 60 Minuten werden von einer Mischung aus rotzigem Rock’n’Roll, altem Black Metal und Polka-ähnlichen Melodien unter Hinzunahme von Trompete und Orgel bestimmt. „Das Leben soll doch schön sein!“ ist ein reinrassiges Trinklied, wohingegen „Werwolf“ die düstere Seite abdeckt. Die „Wodkapolka“ animiert dann schon eher zum Tanzen. Beim schleppenden „Road To Transilvaningen Hell“ besingen die Musiker noch ironisch ihren Bandnamen, dann wird die Bühne heute Abend zum letzten Mal umgebaut.
Kurz vor Mitternacht wabert wieder Nebel über die Bühne, vor der Tribüne stehen alle dicht an dicht und „Stahlschwarzschwanger“, der Opener des neuen Albums „Knochenkult“ walzt brutal durch die PA. Das fängt schon mal gut an! Auch weitere neue Songs wie „Das liebe Beil“ und „19 Nägel für Sophie“ werden von den heimischen Fans stürmisch abgefeiert. Die Klassiker-Abteilung wird mit „Leichenlager“ und „Elektrohexe“ ordentlich bedient. Bei einem EISREGEN-Konzert schleichen sich ja öfter Titel in die Setlist, die vom Namen her nicht bekannt sind. Heute handelt es sich u.a. um „Ausgeburt“ und „18“, aber Fans wissen sowieso, was damit gemeint ist. Der „Schlachthaus-Blues“ und „Eisenkreuzkrieger“ vom Vorgängeralbum „Blutbahnen“ läuten dann so langsam das Ende des Konzertes ein. Mein Fazit: EISREGEN haben dem KW 70 wieder mal fett eingeheizt. Starker Auftritt!
Viele Grüsse an:
Tom Hack (Massacre Records)
geschrieben am 29.09.2008 von Armin
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musikalischer Background des Verfassers Thrash-, Speed-, Death- und Black-Metal, Mittelalter-Mugge
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