Moneybrother gastieren in Hannover, da ist doch ein alternativer Abend gerettet. Zum ersten Mal hatte ich das Vergnügen (!) die Schweden zu erleben.
Bevor es soweit war, durfte eine junge, aufstrebende deutsche Band für ein paar Minuten ran. Hierbei handelte es sich um die Berliner Radiopilot (http://www.radiopilot.de). Die meisten im Publikum, wobei das Faust ordentlich gefüllt war, hatten sichtlich ihren Spaß mit den Jungs, auch wenn mir persönlich die Mischung aus Post-Pop-Rock der gängigen Viva-TV-Total-Bands wie Madsen, Wir sind Helden oder Sportfreunde Stiller nicht sehr zusagte. Doch fairerweise muss ich zugeben, dass Radiopilot ihre Show gut durchgezogen und es verstanden haben Gas zu geben. Nicht nur aufgrund des komischen Songs „Fahrrad“.
Eine etwas für Faust-Verhältnisse ungewohnt längere Umbauphase trieb die Meute, die eben überwiegend aus den bekannten alternativen Fans als auch kreischwilligen Mädels bestand, nicht in den Wahnsinn. Kurz nach 22 Uhr war es dann soweit.
Schon mit dem ersten Song war klar, Moneybrother (http://www.moneybrother-music.de) hat Spaß bei der Sache und schafft es die Leute zum Mitsingen und Mitklatschen zu bewegen. Pure Energie.
Diese Schweden zeigen sofort auf „Wir sind eine eingespielte Truppe“. Die bunte Auswahl an Songs ihrer bisherigen Kariere haben alles noch mehr unterstrichen, dass sie eben wissen, wie man ein Publikum bei Laune halten muss. Natürlich stand das neue Werk „Mount Pleasure“ im Vordergrund mit Hits wie u.a. „Just anothre summer“ doch es hat auch nicht an den coolen Songs des Vorgängeralbums gefehlt. Auf eine besonders atraktive und hier und auch mal etwas veränderte Art und Weise wurde die Hits aus „To Die For“ wie u.a. „They're Building Walls Around Us”, “ It Ain't Gonna Work”, “Blow Him Back Into My Arms” oder “My 'Lil Girl's Straight From Heaven” (als Zugabe). Dem nicht genug, schließlich gibt es noch das Werk “Blood Panic” mit dem unvergesslichen „Reconsider Me“. Einfach klasse.
Aber auch die sogenannten Love Songs hatten es in sich. Anders Wedin (voc., guit.) an der Akustikgitarre und Patrik Kolar an der Orgel haben sich sehr sinnlich und gefühlvoll „I'm Not Ready For It, Jo” gewidmet. Selbst ein Patzer sei dem Multitalent Anders Wedin verziehen. Da passierte es doch tatsächlich, dass er den Text vergessen hat oder sagen wir, den Einsatz. Doch prompt folgte: „Sorry, I know it’s very unprofessional, but I forget the lyrics. Please give me another chance, to start that song again“. Ein tobender Applaus folgte und der Song wurde perfekt umgesetzt.
Nach drei Zugaben und grad mal knappen 85 Minuten war dann doch Schluss, auch wenn es viele doch nicht wahr haben wollten. Doch die Erklärung von Sänger, es wäre doch Samstag und man muss ja eben daher einen trinken, ist auch irgendwo verständlich:-). Man soll eben Schluss machen, wenn es am schönsten ist.
Wenn ihr mich fragt, noch ein paar Monate und Moneybrother werden in einem Atemzug mit Kultszenegrößen wie Nick Cave & The Bad Seeds oder Woven Hand/Sixteen Horsepower genannt. Für mich trifft es nach dieser Show allemal jetzt schon zu.
Fazit: Diese Band ist Live der Knaller. Geistreich, energiegeladen, eingespielt und mit viel Spaß bei der Sache, eben sehr authentisch. Was will man also mehr?
Soul, Reggae, Pop, Punk, Indie und Rock nennt es wie ihr wollt, diese Band hat Charisma und bietet eine professionelle Show, von der ich gern ein weiteres Mal mich überzeugen lassen würde.
Empfehlung für noch ausstehende Städte dieser Tour:
12.03.2008 Trier
13.03.2008 Osnabrück
15.05.2008 Freiburg
18.05.2008 A-Linz
19.05.2008 A-Salzburg
Mein Dank geht an Nash und Markus (Four Artists)!
Mehr Bilder, wie immer in der Galerie!
geschrieben am 11.03.2008 von Arturek
(NEU!!!!)Über den Artikel diskutieren:
Druckversion des Artikels:
Artikel an Kumpel versenden:
musikalischer Background des Verfassers ...sehr viel
X Aktuelle Top6
1. Volbeat "Outlaw Gentlemen & Shady Ladies"
2. Nick Cave and the Bad Seeds "Animal X - 7" Record Store Day"
3. Black Sabbath "Under Wheels of Confusion"
4. Nick Cave and the Bad Seeds "Push the Sky Away"
5. Testament "Dark Roots Of Earth"
6. Coma "Don't Set Your Dogs on Me"
X Alltime-Klassix Top6
1. The Doors "alles"
2. Mordor "Prayer to..."
3. Vader "alles"
4. Metallica "bis einschl. Justice for all"
5. Nick Cave & the Bad Seeds "alles"
6. Edge of Sanity/Opeth/Katatonia "fast alles"
[ Seit dem 11.03.08 wurde der Artikel 3509 mal gelesen ]