War From A Harlots Mouth, Burning Skies Transmetropolitan Tour 2008 in Hamburg, Headcrash Club am 05.03.2008
Die Frickel-Grunz-Kreisch-Chaos-MySpace-Coreler aus Berlin sind also gegenwärtig auf Europa-Tour, um Ihr neckisches Debut-Album zu promoten. Zusammen mit den bereits seit 2002 in der Deathcore-Szene agierenden Briten aus Bristol (BURNING SKIES) für mich ein Grund, mich nach Hamburg in den kleinen Headcrash-Club aufzumachen und die auf Platte durchaus überzeugenden Truppen live zu begutachten.
Zunächst war ich leider etwas spät dran und verpasste den Opener des Abends, ONLY DEATH DECIDES aus Hamburg, die Ohrenzeugen zufolge einen durchaus netten Deathcore-Gig feilboten. Dem Bandnamen zufolge hätte man wohl auch mit einer Thrash-Metal-Kapelle rechnen können. Sei’s drum.
Als nächstes waren die Hamburger Frickel-Coreler und WFAHM-Freunde von TIME HAS COME überraschenderweise im Billing, was mich freute, da ich die Band ebenfalls noch nie gesehen hatte. Sänger Marcel entpuppte sich auch prompt als weltoffener Vollsympath und teilte freudig mit, dass die Jungs einen Deal mit dem schwedischen Metal-Label Regain Records unterschrieben hätten und jetzt die dicksten Buddies von GORGOROTH und BEHEMOTH wären.(...) Auch die anschließende Show war sehr intensiv, authentisch und krass zugleich und zog bereits einige Leute zum Abzappeln vor die Bühne. Eine mehr als nette und sympathische Band auf jeden Fall, auf dessen Regain-Debut man gespannt sein darf.
Dann waren BURNING SKIES an der Reihe und ca. 60/70 Nasen schienen mehr oder weniger auf die Deathcore-Meute aus Bristol gewartet zu haben. Die Jungs legten sehr tight und furios los und bretterten ein Death-Grind-Geschoss nach dem Anderen in die Meute, die jeden Breakdown dankend aufnahm. Auch die neuen Songs des am 24.03. erscheinenden neuen Albums „greed.filth.abuse.corruption“ konnten auf Anhieb überzeugen und fügten sich wunderbar in das brutale, energiegeladene Set ein. Sicher hätte man sich insgesamt soundtechnisch und publikumsmäßig noch etwas „mehr“ gewünscht, unter den gegebenen Umständen war das aber ein Klasse-Gig.
Pünktlich zum Headliner wurde es dann auch noch mal etwas voller in der Hütte, so dass schließlich so um die 90 Leute der Show von WAR FROM A HARLOTS MOUTH, denen ja leider nach wie vor der nicht immer positiv besetzte MySpace-Hype anhaftet, beiwohnen wollten. MySpace hin oder her, was die Jungs mit ihrem Debut „Transmetropolitan“ anbieten, kann sich hören lassen und darf mitunter auch das Prädikat „eigenständig“ für sich gelten lassen. Sehr gespannt war ich darauf, wie sich das Transmetropolitan-Material live umsetzen lässt. Gerade die jazzigen Parts wirkten jedenfalls für mich noch nicht hundertprozentig im Livesound integriert, was letztendlich aber auch schon der einzige Kritikpunkt bleibt, den ich an diesem Abend anbringen möchte. Performancetechnisch boten WFAHM, allen voran Sänger Nico und Bassist Filip nämlich eine erstklassige Show. Ob sich Nico an den Lichttraversen abstrampelte oder Filip kurzerhand den ein oder anderen Song im Publikum performte, man merkte der Truppe durchweg eine von einer gewissen Sicherheit geprägte Leidenschaft an, die sich mitunter auch auf das für Hamburger Verhältnisse gewohnt reserviertere Publikum übertragen konnte. “Fighting wars with Keyboards“ war mein persönliches Highlight, einige Songs von der Split-EP kamen bei den eingefleischten Fans aber ebenso gut an. Doch, toller Gig, interessante und sympathische Band…die neue Platte kauf ich blind!
geschrieben am 09.03.2008 von Schneider
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musikalischer Background des Verfassers 80`s Metal, Old School Thrash, Brutal & Technical Death, Metalcore, Hardcore, Mathcore, Hardrock, Melodic Rock/AOR, Prog-Metal
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