Dog Eat Dog, Nailpin in Fulda, Kreuzsaal am 03.05.2007
Waren gestern Abend bei TITO & TARANTULA noch knapp 300 Leute da, so verlieren sich heute leider nur 100 Zuschauer im Kreuzsaal. Schade für NAILPIN, die vor dieser überschaubaren Kulisse eröffnen müssen. Doch die vier Belgier lassen sich davon nicht die Laune verderben und liefern den Fans einen flotten Gig. NAILPIN haben bereits zwei Alben namens „12 To Go“ (2004) und „White Lies & Butterflies“ (2006) am Start, auf denen sie gute Laune verbreitenden Punkrock zocken. Lässige Songs wie „What Are You Waiting For“ und „Runaway“ bleiben durch eingängig-poppige Melodien eine ganze Weile im Gedächtnis des Hörers. Bei „Worn Out“ rocken die Jungs ordentlich ab, doch am besten gefällt mir die Coverversion von Tracey Ullman’s „They Don’t Know“. Der 80er Jahre Schmachtfetzen kommt mit rotzigen Gitarren live einfach klasse. Insgesamt eine starke Vorstellung von NAILPIN, die sich nach einer Stunde unter wohl verdientem Applaus verabschieden.
Kleine Rückblende: wir schreiben das Jahr 1996, Crossover ist die Musik der Stunde und DOG EAT DOG zählen in dem Genre zu den angesagtesten Bands. Elf Jahre später sind die New Yorker wieder mal mit einem neuen Album unterwegs. Das vom THUMB-Frontmann Claus Grabke produzierte „Walk With Me“ wird in den folgenden 90 Minuten ausführlich vorgestellt. Mit den neuen Songs sind die Fans allerdings erkennbar noch nicht so vertraut. Sowohl geradlinige Tracks wie „Undivided“ (auf CD ein Duett mit Marta von DIE HAPPY, die heute allerdings nicht anwesend ist) und „M.I.L.F.“, als auch funkrockige Nummern wie „All Night“ und „Summertime“ ernten zunächst zaghaften Beifall. Das ändert sich jeweils schlagartig, wenn DOG EAT DOG zwischendurch altbekannte Hits wie „Isms“, „Expect The Unexpected“ und „Who’s The King“ in die Setlist einstreuen. Schon hüpfen die Leute freudig vor der Bühne wild durcheinander und bekommen als Belohnung von Lead-Sänger John Connor wieder Freibier spendiert. Eine etwas schräge Version von „No Fronts“ bildet als dritte Zugabe den Abschluss eines Konzertes, das mehr Zuspruch verdient gehabt hätte.
Viele Grüße an:
Hendrik Wächter (Vibra Agency)
Fotos:
Danke an Stefan Ostmeier!
geschrieben am 18.05.2007 von Armin
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musikalischer Background des Verfassers Thrash-, Speed-, Death- und Black-Metal, Mittelalter-Mugge
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