Hi René & Lucy-Fair! Euer Magazin ist brandneu auf dem deutschen Markt, da gibt es sicherlich so einiges zu erzählen bzw. aufzuklären….Wie geht es Dir und wie fühlst Du Dich, nachdem Du (und Dein Team) das Magazin endlich veröffentlichen konntet?
...wie fühlt man sich? Es ist gut zu wissen, den ersten großen Abschnitt beendet zu haben. Zeit für eine Pause ist allerdings nicht - die nächste Ausgabe wartet.
Wie ist es zur Idee der Umsetzung eines solches Magazins gekommen; wie kommst Du auf diese Themen wie vor allen Dingen Mode, Erotik und die „schwarze Szene“?
Nun ja, wenn man sich einige Zeit in der Szene bewegt, kennt man die drei „großen" Zeitschriften. Es gibt aber mehr, als "nur" Musik und wir stellten fest, dass andere Themen entweder gar nicht oder nur sehr knapp angeschnitten werden. Was liegt also näher, als die Ärmel aufzukrempeln und sein eigenes Heft zu machen?!
Wer sind Lucy Fair und was bedeutet es?
Lucy Fair kann man auf verschiedene Arten deuten. Zum Einem als "fair" im Sinne von Exhibition/Ausstellung - also Lucy´s Ausstellung oder eben als etwas abgewandelte Schreibweise von Luzifer - jeder darf sich aussuchen, welche Interpretation ihm mehr liegt. Und wer Lucy Fair ist? Ja, ein kleiner Haufen von Chaoten - Photographen, Grafiker, Modelbooker - alles Leute, welche nicht in das "normale" Arbeitsleben passen ;-)
…das kann ich sehr gut nachvollziehen, nachfühlen! Zum Glück!
Kannst Du uns ein „wenig“ Infos über die Inhalte der ersten Nummer erzählen und welche besonderen „Geschichten“, Erlebnisse sich hier zu ereignet haben?
Highlights der ersten Ausgabe waren sicherlich die ersten Druckbögen, welche aus der Maschine gekommen sind. Es fühlt sich gut an, nicht nur einzelne Teile einer Zeitschrift beizusteuern, sondern für das gesamte Werk verantwortlich zu sein. In der Produktion an sich war ganz ohne Zweifel die Reise zum Großglockner DAS Highlight. Das Licht auf fast 3000m Höhe war wunderbar, die Kontraste traumhaft. Bei der Talfahrt haben sich dann die Bremsen des voll beladenen Autos noch überhitzt, was die Felgen in leichtes rot/rosa farbenes Licht tauchte... Was man so alles mitmachen muss:-)!
Wie ist die Zusammenarbeit mit den Models entstanden und können sich „Leser“ etc. bei euch für die Mitwirkung, sowohl vor als auch inter der Kamera bewerben, als Redakteure, Fotografen, Models etc.?
Leser können sich natürlich vor und hinter der Kamera bewerben! Gerade männliche Models sind leider Mangelware. Redakteure und Photographen mit eigenem Stil sind natürlich auch herzlich willkommen.
Welche Leserschaft/Kunden wollt ihr erreichen, schließlich kann man sich heutzutage mit den zahlreichen genretypischen Magazinen, vor allem ONLINE- zuschmeißen? Wie würdest Du es darstellen, um euch eben von den anderen abzuheben bzw. müsstet ihr euch abheben oder behaupten? Schließlich entscheidet ja bei den meisten Käufern immer der Preis oder?
Nun ja, die Diskussion ob der Print eine Zukunft hat, ist so alt wie das Internet. Der Legende nach hätten sich die Tageszeitungen bereits mit aufkommen der ersten BBS begraben können. Ebenso wurde dem Radio mit Aufkommen des TV das Ende prognostiziert. Trotzdem denke ich, dass jedes Medium seine Berechtigung hat und durchaus eine "friedliche Koexistenz" möglich ist. Nicht zuletzt ist der Print das einzige Medium, welches Haptik hat. Es macht mehr Spaß, in einer Zeitschrift zu blättern. An jedem Ort kannst Du Lesen, Schauen, Fühlen - unabhängig von Strom. So glauben wir, dass unsere Leserschaft, welche ihres Zeichens sehr auf Ästhetik bedacht ist, nicht den Preis allein als ausschlaggebendes Kriterium sieht. Unsere "Lucy" ist bewusst auf schwerem Papier gedruckt, für die "Ewigkeit" gebunden und hat hier,- und da eine kleine Spielerei...So haben wir es geschafft, in Asien eine Farbe aufzutreiben, welche sich im Offset drucken lässt - und in der Dunkelheit leuchtet (der Umschlag). Sicherlich kein Grund, eine Zeitschrift zu kaufen, aber ein netter Aha-Effekt.
Wie sieht eure Promotion aus?! Habt ihr nun vor auch auf etablierte Festivals etc. präsent zu sein? Ich gehe davon aus, dass man euch auf dem WGT, dem M´era Luna oder Amphi durchaus treffen könnte, wenn nicht gar sollte?! Aber wie sieht es mit anderen Bereichen (Konzerte, Releaseparties, Online Foren
etc.) aus?
Wir haben im Bezug auf Promotion so einiges geplant. Sicherlich wird man unser Promotion-Fahrzeug (Heft-Seite 60) an einigen Orten, und auf Veranstaltungen und Festivals sehen. Im externen Onlinebereich würden wir gerne mehr machen - an dieser Stelle: wir suchen noch einen Onlineredakteur. Und wer
möchte: http://www.lucy-fair.com!
Ihr habt auch einige (Rock/Wave)Musikbeiträge in der ersten Nummer. Wie wird es in Zukunft aussehen, könnt ihr euch vorstellen auch diese Rubrik auszuweiten oder ist die Gefahr zu groß dann doch wieder wie die „anderen“ schwarzen Magazine zu werden?
Wie du bemerkt hast, lassen wir die Musik weitestgehend außen vor – wir widmen uns mehr den Menschen hinter der Musik. Wie angemerkt, gibt es die "drei Grossen" - unterm Strich steht aber weitestgehend in allen identischer Inhalt. Als Freund von z.B. Melotron kenne ich die Musik, habe die meisten Alben zu Hause und werde sicherlich, auch unabhängig von der Rezension, das neue Album kaufen. Aber, was die Jungs sonst so machen, das weiß ich nicht.
Kannst Du schon einen Ausblick auf die Nummer 2 geben, was die Leser erwatet (wann, was, wie etc. - Wird es auch mal wieder Poster geben und ein Hochglanzpapier Magazin sein?!)
Die Antwort auf das Poster kann man kurz halten: JA. Wir werden in der nächsten Ausgabe wieder eine beeindruckende Fashion-Strecke im Heft haben - diesmal auf Normal Null. Feinere Previews werden wir zeitnah, vorm Verkaufsstart auf http://www.lucy-fair.com bekannt geben.
Viel Erfolg wünsche ich euch mit dem Projekt Lucy-Fair, vielleicht sieht man sich ja mal bei einem Festival….….
Gewiss, die nächste Saison kommt bestimmt. Vielen Dank für das Interview und düstere Grüsse in den Orbit.
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